Durchschlagender Erfolg? Kalaschnikow stellt E-Fahrzeug vor

Das russische Unternehmen Kalaschnikow ist bekannt für die Produktion von Waffen. Nun möchte das Unternehmen einen Kurswechsel durchführen und dem Elektropionier Tesla Konkurrenz machen. Aus diesem Grund stellt das Unternehmen nun das Konzept-Auto CV-1 im Rahmen einer Militärmesse vor.

Der russische Waffenhersteller Kalaschnikow arbeitet an der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Im Fokus steht der Bau von Elektrofahrzeugen, die Branchengrößen wie Tesla herausfordern sollen. Dabei verbinden die meisten Menschen den Namen Kalaschnikow vor allem mit dem bekannten Sturmgewehr AK-47. 

Das bekannte Sturmgewehr – die Awtomat Kalaschnikowa – sowie dessen Entwickler Michail Timofejewitsch Kalaschnikow gelten als Namensgeber für den bekannten Konzern. Nun will der Konzern nicht mehr nur als Waffenhersteller fungieren, sondern zudem Automobile herstellen. Der Konzern, der bis 2013 unter dem Namen Ischmasch-Werke firmierte, teilte nun mit, dass er fortan auch Elektrofahrzeuge herstellen wird. Diese Fahrzeuge sollen Marken wie Byton, NIO oder Tesla Konkurrenz machen und den Markt aufmischen. 

Einen ersten Ausblick auf die zukünftige Entwicklung gab der Konzern im Rahmen der Rüstungsmesse Army-2018, welche in Moskau stattfand. Das erste Konzeptfahrzeug wurde unter dem Namen CV-1 vorgestellt. Beim CV-1 handelt es sich um ein Fahrzeug der Kompaktklasse. Die Besonderheit an dem Fahrzeug ist das Design, denn die Entwickler setzen auf einen Retro-Look, der sich am IZh 2125 orientiert. Produziert wurde der IZh 2125 zwischen 1973 und 1997. Beim Hersteller handelte es sich um den IzhAvto, einem russischen Auto- und Motorradhersteller, der heute unter dem Namen Lada Izhevsk bekannt ist. Das Unternehmen gehörte früher zu den Ischmasch-Werken. 

 

Der CV-1 von Kalaschnikow 

Basierend auf den Aussagen von Kalaschnikow handelt es sich bei diesem kompakten Fahrzeug um ein elektrisches Superauto. Das Fahrzeug soll dem Unternehmen zum Durchbruch verhelfen und auf eine Stufe mit dem aktuellen Marktführer für E-Fahrzeuge – Tesla – hieven. Das E-Auto soll demnach über einen 90-Kilowattstunden-Akku verfügen. Die Reichweite beträgt laut den Aussagen des Waffenherstellers 350 Kilometer. Um ein sportliches Fahrverhalten zu ermöglichen, soll der verbaute E-Motor das Fahrzeug binnen sechs Sekunden von null auf einhundert Kilometer pro Stunde beschleunigen. Weitere Informationen zu den technischen Details veröffentlichte der Konzern bisher nicht. Des Weiteren teilte Kalaschnikow keinen Termin für einen Marktstart mit. Auch der Preis des Fahrzeugs ist bisher noch nicht kommuniziert worden. 

 

Kalaschnikow plant Bau eines elektrischen Motorrads 

Neben dem elektrischen Wagen CV-1 plant Kalaschnikow auch den Bau eines Elektromotorrads, welches für den zivilen Markt entwickelt wird. Das Motorrad soll unter dem Namen UM-1 vermarktet werden. Basierend auf den Konzernaussagen wird das Fahrzeug einen 15-Kilowatt-Elektromotor besitzen. Dies entspricht einer Leistung von 20 PS. Die Energie des Elektromotors wird von einem Lithium-Eisenphosphat-Akku bereitgestellt. Die Maximalgeschwindigkeit wird bei 100 Kilometern pro Stunden liegen, sodass das Fahrzeug rund 150 Kilometer mit einer Ladung schaffen soll. 

Doch der Konzern arbeitet auch an weiteren Entwicklungen. Um den Ruf des Waffenherstellers gerecht zu werden, forscht das Unternehmen auch an einem Roboter namens Igorek. Hierbei soll es sich um einen 3,96 m großen Roboter, der auf ein Gewicht von 4,5 Tonnen kommt. Der Roboter kann bemannt werden und wurde für den Kampfeinsatz entwickelt. Bei den Besuchern sorgte der Roboter vor allem für Kopfschütteln und Witze über die Forschungen des Unternehmens. Insbesondere der Umstand, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr ein Hoverbike vorstellte, welches mittels Rotoren schweben soll, sorgte für Spott bei den Zuschauern. 

Fraglich ist, ob die vorgestellten Produkte bei den Endkunden auf Begeisterung stoßen werden. Das klassische Design wird unter Umständen einige Kunden gewinnen können, allerdings wirkt es im Vergleich zu neuen Produkten eher altmodisch. Schlussendlich wird sich zeigen, ob der Konzern eine Veröffentlichung der Produkte anstrebt.