E-Mobility: Porsche kooperiert mit kroatischer Sportwagenfirma

Bereits im Jahr 2019 will Porsche den ersten rein elektrischen Sportwagen des Zuffenhausener Traditionsunternehmens auf den Markt bringen. Im Rahmen zukünftiger Projekte wird Porsche nun von einem kroatischen Unternehmen unterstützt.

Rimac soll Porsche unterstützen 

Um auch in Zeiten der E-Mobilität Kunden zu gewinnen, hat Porsche nun Anteile des kroatischen Unternehmens Rimac Automobili gekauft. Basierend auf den Aussagen beider Unternehmen beläuft sich die Porsche-Beteiligung auf zehn Prozent. Bei Rimac handelt es sich um einen Entwicklungsdienstleister, welcher einen Fokus auf die Elektromobilität gelegt hat und zudem eigene Supersportwagen herstellt. Im Rahmen der Elektro-Offensive avisiert Porsche eine Entwicklungspartnerschaft mit Rimac an. Bereits beim ersten E-Fahrzeug des Unternehmens, dem Taycan, soll die Kooperation Früchte tragen.

Laut Porsche soll die Partnerschaft vor allem der Entwicklung des Batteriemanagements dienen, sodass der Wagen auch unter sportlichen Bedingungen Höchstleistungen bieten kann. Dabei sollen diese Leistungen nicht nur für kleine Beschleunigungsphasen, sondern dauerhaft und reproduzierbar sichergestellt werden. Die Anstrengungen Porsches zeigen auch, dass Porsche beim Taycan noch Verbesserungspotenziale sieht. Für das Traditionsunternehmen stellt die Vorstellung des Taycan in 2019 einen Epochen-Wechsel dar, da bis heute vor leistungsstarke Verbrennungsmotoren die Kernkompetenz des Unternehmens sind. 

 

Kooperation laut Porsche sehr vielversprechend 

Rimac konnte sich auf der internationalen Bühne bereits durch die Vorstellung des zweisitzigen Supersportwagens „Concept One“ und „Concept Two“ beweisen. Zudem verfügt das Unternehmen über hohe Kompetenzen bei der Entwicklung innovativer Bauteile für E-Fahrzeuge. Laut Lutz Meschke, dem Finanz- und IT-Vorstand Porsches, sind die Ideen und Ansätze des jungen, kroatischen Unternehmens sehr vielversprechend. Aus diesem Grund avisiert Porsche eine Entwicklungspartnerschaft mit Rimac. Laut Mate Rimac, dem Gründer und Geschäftsführer von Rimac, ist es das Ziel des Unternehmens als Modul- und Systemlieferant für Automobilproduzenten zu agieren. Dies soll insbesondere in den Bereichen Konnektivität, Fahrerassistenzsystemen und E-Antrieben gelingen. Aktuell besteht das Unternehmen aus 400 Mitarbeitern, wobei die Zukunft positiv zu betrachten ist. Laut Medienberichten hat das Unternehmen bereits Kooperationen mit Aston Martin, Jaguar und Koenigsegg. Bekannt wurde das Unternehmen durch die Vorstellung des Spitzenmodelles Rimac C_Two. Das Fahrzeug ist elektrisch betrieben und verfügt über eine Systemleistung von 1900 PS.