Edeka möchte eigene Drogeriemärkte öffnen

Der größte Händler für Lebensmittel in Deutschland, Edeka, will seine Ketten erweitern und nun auch noch in den Markt für Drogerie-Produkte einsteigen. Das hat Edeka-Chef Markus Mosa bei der Verkündung der Bilanz für das Jahr 2017 verkündet. Es ist offensichtlich, dass man damit bei Edeka den Konkurrenten dm und Rossmann in ihren Gebieten Konkurrenz machen möchte. Im Rahmen der Verkündung der Zahlen hat der Chef von Edeka sich auch dazu geäußert, wie das neue Projekt von Edeka aussehen soll und wie man sich die Testphase für die neuen Märkte vorstellt.
 

52 Milliarden Euro Umsatz bei Edeka

Im Rahmen der Pressekonferenz für die Verkündung der Zahlen zum Jahr 2017 hat sich Mosa auch noch zu anderen Themen rund um den Konzern geäußert. Unter anderem wurde der Boykott bestimmter Produkte von Nestle erneut thematisiert. Edeka hatte im März damit begonnen, verschiedene Einheiten von Nestle nicht mehr in das Sortiment zu nehmen. Damit wurde vor allem darauf reagiert, dass der Lebensmittelkonzern Edeka zu teure Preise gegeben hat und sich der Verkauf aus Sicht von Edeka nicht mehr lohnte. Nach der Ansicht des Chefs von Edeka machen die Verhandlungen zwischen den beiden Konzernen gute Fortschritte. Allerdings betonte man noch einmal, dass man den Boykott ausweiten könne, wenn Nestle sich in den entscheidenden Punkten nicht bewegt.

Darüber hinaus hat man sich natürlich auch mit den Zahlen beschäftigt. So ist der Umsatz auf 51,9 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von beinahe 5 Prozent und schiebt das Unternehmen auf einen neuen Rekord bei den Umsätzen. Mit einem Konzern-Überschuss von 328,2 Millionen Euro befindet man sich weiterhin in einem guten Bereich und hat auch die Übernahmen der Marken Netto und Kaisers-Tengelmann endgültig erledigt bekommen. Nun will man also auf den Markt der Anbieter für Produkte aus dem Segment der Drogerien expandieren und hat sich auch dahingehend geäußert.



Neues Standbein im Sektor der Drogerie-Märkte

Man plant hierbei eine Zusammenarbeit mit der bereits etablierten Marke Budnikowsky. Diese ist vor allem im Norden des Landes, in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, bekannt und bietet ein erstes gutes Standbein für den neuen Markt. Für den Anfang möchte man eine Handvoll Märkte eröffnen und dann sehen, wie hoch das Potential in diesem bisher noch ungenutzten Markt ist. Die Gründe dafür sind vor allem darin zu finden, dass nach der Pleite von Schlecker die Marktanteile direkt auf die beiden Konkurrenten dm und Rossmann übergegangen sind. Darüber hinaus konnte Edeka in seiner eigenen Sparte aber kein Wachstum verzeichnen. Das möchte man nun ausgleichen, indem man selbst auf dem Markt für Produkte der Drogerie aktiv wird.

Alles in allem befindet sich Edeka auf einem guten Weg. Die Zahlen sind stabil und das Wachstum ist deutlich absehbar. Nun bleibt abzuwarten, inwiefern sich das Experiment im Bereich Drogerie lohnen wird und wie die Konkurrenz auf das Eindringen von Edeka reagieren wird.