Effekte einer nachhaltigen Wasserstrategie

Verringerung des Wasserverbrauchs

Wasser ist eine wichtige Naturressource, die nicht nur lebensnotwendig ist, sondern auch die verschiedensten Wirtschaftszweige versorgt. Allerdings werden bis zum Jahr 2050 voraussichtlich 52 % der Weltbevölkerung in Gebieten mit Wasserknappheit leben1. Der Ausgleich zwischen dem Bedarf von Landwirtschaft, Fischerei, Industrie und privater Nutzung wird in Gebieten mit steigender Bevölkerung und/oder klimatischen Veränderungen wahrscheinlich schwieriger werden.

Impax sieht Chancen bei Technologien, die Alternativen zu Prozessen mit hohem Wasserverbrauch ermöglichen. Dazu zählen unter anderem der Anbau und die Verarbeitung von Baumwolle: Für die Produktion von nur 1 kg Baumwolle werden derzeit 20.000 Liter Wasser und für die Herstellung eines Baumwoll-T-Shirts bis zu 2.700 Liter Wasser benötigt. Trotzdem hat sich die kommerzielle Baumwollproduktion vor allem in Zentralasien und Amerika rasant entwickelt.

Ein Unternehmen hat auf diese Problematik reagiert, indem es hochwertige Viskosefasern aus Zellulose und Holzstoff herstellt, die die Baumwolle in der Textilproduktion ersetzen. Bei der Herstellung dieser Fasern werden nur 5,7% des für Baumwoll-Viskosefasern benötigten Wassers verbraucht10. Darüber hinaus wird ein Großteil des verwendeten Wassers nur für Kühlprozesse verwendet und sauber  in die Frischwasserquelle zurückgeführt.

Verglichen mit der Produktion der gleichen Menge Baumwolle hat die Faserproduktion des Unternehmens im Jahr 2016 insgesamt 5,2 Milliarden Kubikmeter Wasser eingespart3.
 

Bereitstellung und Aufbereitung von Wasser

Schnelles industrielles Wachstum benötigt nicht nur Wasser als Rohstoff, sondern verunreinigt auch die Frischwasserquellen, wenn Abwässer zurück an die Umwelt abgegeben werden. Im Jahr 2012 beispielsweise leitete China 68,5 Milliarden KubikmeterAbwasser in seine Gewässer, was der gesamten jährlichen Durchflussmenge des Gelben Flusses entspricht.

Es wird geschätzt, dass etwa ein Drittel des industriellen Abwassers ungeklärt in Flüsse und Seen gelangt, und dass fast 80 % der chinesischen Städte über keine Kläranlagen verfügen12. Im Jahr 2011 berichtete die chinesische Regierung, dass 43 % der Flüsse Chinas so verschmutzt waren, dass jeglicher Kontakt mit ihrem Wasser gesundheitsgefährdend ist. Die Verbesserung der Wasserqualität ist mittlerweile zu einem wichtigen Investitionsschwerpunkt geworden und bietet Unternehmen die Möglichkeit, Wasserversorgungsinfrastrukturen und Wasseraufbereitungsdienstleistungen auszubauen.

 Ein in Hongkong börsennotiertes Versorgungsunternehmen, in das Impax investiert, sieht eine langfristige Chance in der Bereitstellung von sauberem Trinkwasser in ganz China. Das Unternehmen ist in den Bereichen Abwasserbehandlung, Müllverbrennung, Trinkwasserversorgung und Bauvorhaben tätig6. Es ist bereits bei über 450 Wasserwerken in 25 Provinzen, die entweder schon im Betrieb sind oder demnächst in Betrieb gehen, involviert. Das Unternehmen stellte 2016 in ganz China rund drei Milliarden Kubikmeter sicheres und sauberes Wasser zur Verfügung.7 Unternehmen wie dieses können dazu beitragen, die industrielle Umweltverschmutzung zu reduzieren und empfindliche Naturräume und Ökosysteme zu schützen.
 

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