Einbruch schockt für Ceconomy-Aktionäre

Erst unlängst wurde ein völliges Desaster bei Ceconomy festgestellt.

Grundsätzlich erwartete das Unternehmen einen großen Zuwachs von Gewinn. Dies entwickelte sich aber in die Gegenrichtung und es entstand ein großer Gewinnrückgang. Das Ebitda, welches eine betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Einschätzung des Gewinns darstellt, sank im letzten Geschäftsjahr um 13 Prozent. Dies ist eine Summe von ungefähr 630 Millionen Euro. Der operative Gewinn setzte sich um 19 Prozent und somit 400 Millionen Euro zurück. Daran kann erkannt werden, dass es durchaus immer wieder eine Menge an Gewinnwarnungen für Ceconomy gibt. Dies war sogar die dritte Warnung innerhalb eines Geschäftsjahres. Aufgrund dessen kann logisch geschlussfolgert werden, dass die Aktie des Unternehmens, nach diesen Warnungen, einen deutlichen Verlust erzielt hatte. Sie ging um 22 Prozent zurück und brachte somit ein Rekordtief von 4,48 Euro mit sich.

 

Das Desaster im Detail

Betrachtet man Abschreibungsjahr 2017/18, erlitt sowohl das Ebitda, das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern als auch das Ebit, der operative Gewinn, einen deutlichen Rückgang. Diese Kennzahlen sprachen sich selbstverständlich in einem enormen Tempo herum und wirkten sich anschließend negativ auf die Börse aus. Die Aktie sank ins Rekordtief, und stieg mittlerweile vom MDax, welcher die 50 größten Unternehmen aufzeigt, in den SDax, welcher die 50 nachfolgenden Unternehmen aufzeigt, ab. Die Aktie bewegt sich ständig von einem Tief in das nächste. Wenn der derzeitige Jahresverlauf betrachtet wird, haben die Aktien des Unternehmens bereits mehr als die Hälfte an Wert verloren, so dass die Platzierung im SDax weiter abfällt. Lediglich die Unternehmen Steinhoff und Tele Columbus weisen einen noch schlechteren Wert in dieser Skala auf. Da das Unternehmen bereits die dritte Gewinnwarnung erhalten hat, wird insbesondere das Management sowie die Informationspolitik des Unternehmens stark hinterfragt.Der Gewinneinbruch scheint margengetrieben ein. Denn auch die Aktien von Freenet haben sich ebenso verschlechtert. Erst unlängst verlor Freenet drei Prozent an Wert. Der Mobilfunkanbieter Freenet ist erst im Juli 2018 bei Ceconomy eingestiegen.

 

Ceconomy's Jahresverlauf

Der Chef des Unternehmens, Pieter Haas, hatte erst vor einigen Wochen zum zweiten Mal die Jahresprognosen des Unternehmens abgesenkt. Davor ging Haas davon aus, sein Betrieb könnte ein Ebitda von ungefähr 680 bis 710 Millionen Euro erreichen. Das Ebit schätzte er auf 460 bis 490 Millionen Euro. Die operativen Ergebnisbeiträge von Saturn und Media Markt sind deutlich unter den Erwartungen geblieben. Grundsätzlich kann erkannt werden, dass das abgelaufene Geschäftsjahr für das Unternehmen Ceconomy alles andere als gut ablief. Dies war bereits am Anfang des Geschäftsjahres der Fall, da eine Menge an Gewinn verloren gegangen war. Dieser Gewinnverlust entstand durch die sehr hohen Rabatte im sonst so enorm wichtigen Weihnachtsgeschäft. Die Beteiligung am Unternehmen Metro wurde für Ceconomy zu einer immer stärkeren Belastung. Dies resultierte daraus, da die Aktie des Unternehmens Metro einen hohen Kursverlust erreichte. Da die Kursentwicklung, welche sehr schwach ausfiel, immer weiter voranschritt, musste Ceconomy Millionen an Euro wegen Metro abschreiben. Mittlerweile fand Ceconomy einen Abnehmer für einen Teil des Metropakets, was wiederum eine Menge an Geld einbringen könnte. Daniel Kretinsky, ein tschechischer Unternehmer, hatte Interesse daran neun Prozent des Metro-Pakets zu übernehmen. Aufgrund dessen muss Ceconomy nun nur noch den restlichen Anteil der Anteile halten. Die Märkte in Schweden und Russland sind von großem Defizit geplagt und stellen aufgrund dessen ebenso eine hohe Belastung für Ceconomy dar. Allerdings wurde für die Märkte in Russland bereits eine Lösung gefunden. Diese besteht darin, dass alle Märkte an die Safmar-Gruppe und deren Ableger M.video übergeben wurden. Nun ist Ceconomy dabei eine Lösung für die schwedischen Märkte zu finden. Der wichtigste Markt des Betriebs liegt in Deutschland. Aufgrund der starken Sommerhitze gingen allerdings immer mehr Menschen nur ins Freibad und verzichteten darauf in Märkten, wie zum Beispiel Saturn oder Media Markt, zu shoppen. Aufgrund dieser Einbußen möchte Ceconomy nun als Multichannel-Anbieter agieren. Es wird nun vermehrt Wert auf die Verknüpfung von Onlinehandel und stationärem Geschäft gelegt. Ebenso bietet der Betrieb verstärkt Reparaturen und technische Beratung an.

 

Ausblick in die Zukunft

Ceconomy möchte nun am 19. Dezember die Bilanz vorlegen. Die Umsatzzahlen sollen bereits am 25. Oktober öffentlich gemacht werden. Trotz aller Schwierigkeiten erwartet sich das Unternehmen Ceconomy momentan einen Umsatzzuwachs von 0,2 Prozent.