Eintracht Frankfurt möchte Start-ups unterstützen

Spätestens mit der Ausgliederung vieler Proficlubs aus ihren angestammten Vereinen beginnt auch die Diversifizierung und Erschließung neuer Quellen für Umsätze. Während Borussia Dortmund zum Beispiel ein Hotel und eine Vermarktungsagentur besitzt, hat Schalke in den letzten Jahren stark in die E-Sport-Szene investiert. Bayern München vereinbart Partnerschaften mit touristischen Zielen in Kroatien und der ehemalige Bundesligist HSV verknüpft sich mit dem Hafen. Nun will auch Eintracht Frankfurt gleichzeitig den Standort stärken und neue Quellen für die Vermarktung erschließen. Vor allem die Start-Up-Szene rückt dabei in den Fokus der Adler.

 

Neue Initiative zur Unterstützung von Start-Ups 

Die Rhein-Main-Metropole Frankfurt hat bereits vor zwei Jahren das äußerst ambitionierte Ziel ausgegeben, dass sich die Stadt binnen der nächsten Jahre zu einem Zentrum von Start-Ups in Europa entwickeln soll. Vor allem in der Finanzwelt spielt die Metropole bereits jetzt eine Rolle bei jungen Unternehmen und teilt sich damit diesen Ruf mit Berlin, die vor allem für Agenturen und kreative Firmen das richtige Umfeld bieten. Eintracht Frankfurt will seine Verbundenheit mit der Stadt nun dadurch zeigen, dass sie ebenfalls in dieser Initiative aktiv werden und anfangen, mit verschiedenen Unternehmen aus dem Bereich Start-Up zusammenzuarbeiten. Dabei geht es natürlich nicht um ein wohltätiges Engagement für die Stadt. Der Verein sieht großes Potential in der Zusammenarbeit mit jungen Firmen.


Zusammenarbeit soll neue Synergien bringen 

Bei den Start-Ups, die sich Eintracht Frankfurt für eine Zusammenarbeit ausgesucht hat, handelt es sich vor allem um Unternehmen, die gut in das eigene Profil passen. Neben Finanzen sind dabei vor allem Analyse, Hospitaliy und Events ganz weit vorne zu finden. Zu diesem Zweck hat man bereits im April ein "Bootcamp" mit verschiedenen Unternehmen aufgebaut, die ihre Ideen und Dienstleistungen präsentieren können. Ein weiteres Event dieser Art soll zum Ende des Jahres weitere Firmen in die Nähe und vor allem in das Augenmerk der Entscheider bei Eintracht Frankfurt bringen.

Derzeit befinden sich vier Unternehmen in weiteren Gesprächen mit Eintracht. Geht es nach dem zuständigen Chef bei Eintracht Frankfurt, soll aus diesen ersten Versuchen eine langfristige Zusammenarbeit entstehen. Auch der Verein selbst ist auf der Suche nach einer Optimierung für die eigenen Prozesse und schließlich für eine Verbesserung der eigenen Technologien. Zu diesem Zweck denkt man auch darüber nach, nicht mehr nur eine Zusammenarbeit anzubieten, sondern selbst oder zusammen mit Investoren in verschiedene Start-Ups in der Rhein-Main-Region zu investieren.

Dass diese Synergien passen können, zeigt sich vor allem in den USA. Hier ist die Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und Unternehmen aus dem Bereich der digitalen Wirtschaft schon lange eine Normalität. Nun entdecken auch die Vereine in Deutschland die Möglichkeiten, die sich durch zielgerichtete Investitionen und Partnerschaften mit modernen Firmen ergeben können. Es bleibt abzuwarten, ob Frankfurt sein hohes Ziel erreichen wird, zum Vorreiter für Digitalisierung und Innovation in der Bundesliga zu werden.