Erfolgreicher Index Tracker auf den S&P 500: Absicherung macht den Unterschied

Den S&P 500 nicht nur abbilden, sondern auch outperformen? Das scheint mehr als ambitioniert. Der Systematic Equity Alpha USD Index Tracker schafft es dennoch. Und das bei geringerem Risiko.

500 der größten US-Unternehmen vereint in einem Index: Keine Frage, der S&P 500 (Standard & Poor’s 500) ist einer der bekanntesten und zugleich wichtigsten Aktienindizes der Welt. Denn anders etwa als im Dow Jones sind im S&P 500 auch alle wichtigen Technologieunternehmen vertreten. Auch deshalb hat das Börsenbarometer eine große Relevanz und wird stark berücksichtigt. Zudem bildet der Index die Stimmung auf dem amerikanischen Aktienmarkt sehr gut ab.

Viele Asset Manager, Vermögensverwalter, -berater und Investoren decken mit einem Investment auf den S&P 500 ihren US-Anteil im Portfolio ab. Gut beraten sind sie jedoch, wenn sie dabei nicht auf aktiv gemanagte Produkte zurückgreifen. Denn Studien belegen, dass es nur den wenigsten Managern von US-Aktienfonds gelingt, die den S&P 500 als Benchmark folgen, zu überzeugen.

Laut einer Untersuchung des Index-Anbieters SPIVA, einer Tochter von Standard & Poor's, gelang es zuletzt gerade einmal 35 Prozent der aktiv gemanagten Fonds, den S&P 500 outzuperformen. Noch drastischer sieht die Bilanz nach zehn Jahren aus. Laut Studie liegen 85 Prozent der Fonds unter der Benchmark, nach 15 Jahren sind es sogar 92 Prozent, die schlechter abschneiden.

 

Quantitativ, systematisch und regelbasiert

Auch der Systematic Equity Alpha USD Index Tracker bildet den S&P 500 ab. Das Zertifikat basiert jedoch auf einem quantitativen, systematischen und regelbasierten Modell. Indexbestandteile sind börsengelistete Futures und Optionen, Aktien und ETFs mit Bezug aus dem S&P 500 Universum sowie Fixed Income Index Instrumente.

Diese Kombination macht offenbar den Erfolg aus: Denn dem Papier gelingt es nicht nur, den S&P 500 abzubilden, sondern vielmehr ihn auch noch outzuperformen – und das bei geringerem Risiko. „Das Zertifikat ist auch deshalb so besonders, weil es sich am S&P 500 orientiert bzw. diesen als Benchmark hat, aber sich auf verschiedene Faktoren fokussiert und einmal im Monat angepasst wird“, erläutert Ulrich Vollmer, Geschäftsführer und Präsident des Verwaltungsrates der Your Wealth AG in Zürich, einer unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaft / Family Office. „Gleichzeitig werden auch Absicherungsstrategien eingesetzt. Das Aktienrisiko kann theoretisch bis auf Null heruntergefahren werden."

Deutlich wurde der Unterschied vor allem in starken Abwärtsphasen, wie sie etwa im Dezember 2018 auftraten. Während Anleger mit einem konventionellen Indexzertifikat auf den S&P 500 den Kursabsturz ungebremst mitmachten, konnte der Systematic Equity Alpha USD Index Tracker die Verluste deutlich reduzieren. „Mit dieser Strategie liegen wir häufig mindestens auf dem Niveau des S&P 500, manchmal auch darüber. Die jüngsten Rückschläge hat das Zertifikat auch etwas abmildern können“, sagt Vollmer.

 

Als Basisinvestment geeignet

Aktuell wird das Zertifikat nach der Korrektur im Mai wieder im „Risk-On“ Modus gefahren, Teilabsicherungen auf Sektorenebene eingeschlossen. „Die Absicherungen führen jedoch gleichzeitig dazu, dass wir die Aufwärtsbewegungen nicht immer eins zu eins mitnehmen können“, warnt der Experte vor allzu großen Erwartungen an das Zertifikat. Dennoch: Vollmer sieht den Index-Tracker ganz klar als Basisinvestment: „Es bildet einen großen Index ab, und das mit einer Absicherung.“ Mehr geht eigentlich nicht.

„Es ist ja relativ ungewöhnlich, dass man mit einer S&P-basierten Strategie den Index schlägt“, sagt Vollmer. Denn im Grunde sei es sehr schwer, diesen Index zu schlagen, weil die Transparenz in den USA extrem hoch ist, speziell was die Analystenabdeckung betrifft. „Wenn man sich die Erfolgsquote der aktiven Fondsmanager anguckt, wird schnell klar: Die Chance, den Index zu schlagen, ist sehr gering“, fasst der erfahrene Vermögensverwalter zusammen. Zum Glück gibt es ja Ausnahmen…

 

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