Erhöhte Alarmbereitschaft an den Finanzmärkten

Die Medienpräsenz des Donald Trump, 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, ist in Qualität und Erscheinungsform der jeweiligen Nachrichten immer diskussionswürdig. 
Die Medienpräsenz des Donald Trump, 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, ist in Qualität und Erscheinungsform der jeweiligen Nachrichten immer diskussionswürdig. Wahrscheinlich erklärt sich sein erhöhtes Aktivitätsniveau in den letzten Wochen auch ganz banal mit herannahenden Wahlterminen. Es führte aber auf alle Fälle zu erhöhter Alarmbereitschaft an den Finanzmärkten und einer zusätzlichen Beeinträchtigung der Vorhersehbarkeit ökonomischer Entwicklungen in der nächsten Zeit.
 
Wie ein veritabler Handelskrieg ausgelöst wird und eskaliert, konnte im März beobachtet werden. Was von US-Seite mit einer Ankündigung von Strafzöllen auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium begonnen wurde, beantwortete die anvisierte Gegenseite (EU, ausnahmsweise mal geschlossen und reaktionsschnell) mit der Androhung von Strafzöllen auf, unter anderem, Whisky,  Kartoffeln, Harley-Davidson Motorräder und Levis-Jeans.
 
Also Produkte, die „zufällig“ und mit einem hohen Anteil in den Donald Trump besonders zugewandten Regionen der USA produziert werden. Eskalationsstufe II startete die US-Seite mit der Androhung von Importzöllen auf PKW-Importe aus Europa. Ob die anlaufenden diplomatischen Vermittlungsversuche noch das Schlimmste verhindern können, bleibt abzuwarten. Wohlmeinende Ratschläge von mit der Materie gut vertrauten Präsidentenberatern stießen jedenfalls nicht nur auf Ablehnung, sondern führten auch zu neuen Personalrochaden im Umfeld des Präsidenten. 
 
Denkwürdig auch, dass der Übernahmeplan eines amerikanischen Schwergewichtes der Mikrochipbranche durch einen Konkurrenten aus Singapur mit dem Hinweis auf nationale Sicherheitsbedenken per präsidialer Anordnung vereitelt wurde. Auch hier schleicht sich der Verdacht ein, dass vor allem der Wunsch nach Abschottung und dem „Schutz“ der heimischen Wirtschaft  aus opportunistischen innenpolitischen Motiven der Vorzug vor wirtschaftspolitisch klugem Agieren gegeben wird. 
 
Neben dieser unvollständigen Auswahl eher unsystematischer Ursachen für die erhöhten Risikoprämien tragen aber auch Leitzinserhöhungen der US-Notenbank oder die um sich greifende globale Antizipation höherer Inflationsraten nicht zur Stimmungsaufhellung an den Finanzmärkten bei. 
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