Erster islamischer Kryptohandelsplatz

Um den Ansprüchen der Scharia gerecht zu werden, entwickelt Adab Solutions eine eigene Krypto-Börse. Die Plattform wird den Handel von Bitcoin und Ethereum Classic unterstützen, dabei allerdings strenge Regeln setzen.

Adab Solutions wird die sogenannte „First Islamic Crypto Exchange“ (FICE) entwickeln und veröffentlichen. Das Unternehmen ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten beheimatet und orientiert sich bei der Entwicklung an dem Sharia-Recht sowie dem Regelwerk des islamischen Finanzwesens. Für die rund 1,8 Milliarden Muslime auf dem Globus würde das bedeuten, dass ein Investment in die digitalen Währungen möglich wird. 

Zu Beginn plant das Unternehmen einen Handel von Ethereum Classic und von Bitcoin über die Plattform. Zudem soll das eigene ADAB-Token handelbar werden. Weitere Kryptowährungen werden nur nach einer Freigabe durch ein Ethikrat erteilt. Der Ethikrat wird die Währungen anhand der Richtlinien des islamischen Finanzwesens bewerten. Die Entwickler werden bereits im September eine Demoversion veröffentlichen. Zum aktuellen Zeitpunkt findet das Initial Coin Offering für das ADAB-Token statt. 

 

Entwickler planen mit drei Millionen Anfragen pro Sekunde 

Einen besonderen Fokus legen die Entwickler auf die Geschwindigkeit der Verarbeitung. Demnach soll FICE eine der schnellsten Krypto-Börsen am Markt werden. Die Entwickler von ADAB Solutions rechnen mit einer Bearbeitung von drei Millionen Anfragen innerhalb einer Sekunde. Um den Nutzern ein besonders komfortables Handeln zu ermöglichen, werden auch Wallets und Tools für technische Analysen der einzelnen Währungen bereitgestellt. Ein besonderes Feature der Plattform ist die Möglichkeit eine digitale Kryptowährung in eine klassische Fiatwährung umzutauschen. Vorerst wird die Plattform über einen Computer oder ein Android-Smartphone erreichbar sein. Eine iOS-App wurde bisher nicht in Aussicht gestellt. 

Die große Besonderheit der Plattform ist die Rechtskonformität gegenüber dem islamischen Recht. Das bedeutet, dass es das klassische Margin-Trading nicht geben wird. Zudem dürfen die handelbaren Währungen nicht für die Förderung von Glückspiel, Pryramidensystemen oder Alkohol- sowie Drogenkonsum dienen. Im Whitepaper teilen die Entwickler mit, dass für jede erfolgreiche Transaktion eine Gebühr von 0,005 bis 0,2 Prozent einbehalten wird. Somit soll die Entwicklung und der Betrieb der Plattform finanziert werden. Des Weiteren werden die Entwickler einen Teil der Gewinne verwenden, um Bedürftige zu unterstützen. Aus dem Whitepaper geht hervor, dass diese Unterstützung bei fünf Prozent des Jahresgewinnes sowie 2,5 Prozent des Quartalsgewinnes liegen soll. 

 

Kryptowährungen im Fokus der Finanzwelt 

Insbesondere die Entwicklung des Bitcoins sorgte im vergangenen Jahr dafür, dass die Kryptowährungen in den Fokus der Öffentlichkeit gelangten. Insgesamt konnten die Währungen neue Nutzer anziehen und somit die Adaption erhöhen. Dennoch konnte sich die Technologie noch nicht im Alltag etablieren und eine Vielzahl von Unternehmen suchen nach Einsatzmöglichkeiten. Besonders hohe Relevanz erfährt die Technologie im islamischen Finanzwesen. Obwohl die Technologie im Rahmen der neusten Entwicklungen genutzt wird, distanzieren sich vergleichsweise viele Anleger von den digitalen Währungen, da ein korrektes, Scharia-konformes Verhalten schlichtweg nicht klar definiert ist. Somit wird ADAB Solutions dieses Problem mithilfe der neuen Plattform lösen und einen neuen Investitionsmarkt für interessierte Muslime etablieren. Der Beirat der Scharia-Experten wird zudem dafür sorgen, dass das Verhalten der Plattform und des Unternehmens konform zu den Regelungen der Scharia ist. 

Zudem sehen die Entwickler einen großen Vorteil im eigenen Ansatz, denn in der Vergangenheit zeigte sich, dass Projekte, welche eine klare Geschäftsstrategie haben und die Anforderungen eines Halal-Projektes erfüllen, wesentlich sicherer und erfolgreicher sind. Für den Gründer von ADAB Solutions, Timur Turzhan, bedeutet dies, dass die unterstützten Währungen ein besseres Renditeversprechen garantieren werden. Somit werden spekulative Ansätze vermieden und das langfristige Wachstum fokussiert. Durch ein hart arbeitendes Team will der CEO die gesteckten Ziele realisieren. Zudem unterliegt das Unternehmen den Gesetzen der Vereinigten Arabischen Emiraten und muss somit strenge Auflagen erfüllen. Für Turzhan stehen vor allem transparente Lösungen im Vordergrund. Die islamische Gemeinschaft soll ein langfristiges Interesse am Kryptomarkt gewinnen.