Eskalation & ifo

Donner & Reuschel - Technische Analyse DAX 30

Der US-Chinesische Handelsstreit wirft aktuell wieder alles „über den Haufen“. Beide Seiten scheinen sich nun wieder mit Drohungen überbieten zu wollen. Das bedeutet natürlich für den DAX 30 eine erhöhte Volatilität und Nervosität. Absicherungsmarken wurden gerissen und die Stimmung vor dem heute erwarteten ifo-Geschäftsklimaindex ist extrem unsicher. Die Angst vor einer konjunkturellen Eintrübung macht weiter die Runde und das Wort „Rezession“ ist in aller Munde. Die 200-Tage-Linie wurde abermals unterhandelt. Zuletzt sah es noch nach Stabilisierung aus. Sogar das Fibonacci- Retracement bei 11.266 Punkten rückt wieder in den erweiterten Fokus. Sollte die 200-Tage-Linie nicht wieder rückerobert werden, dann könnte der deutsche Leitindex sogar dahin wieder „abtauchen“. Die Markttechnik zeigt sich indes neutral. Weder MACD noch Slow-Stochastik werfen eindeutige Signale ab. Für den heutigen Wochenstart bedeutet das zumindest bis 10:00 Uhr die Füße still zu halten und abzuwarten. Eine Eintrübung des ifo-Geschäftsklimaindex könnte das Sentiment noch weiter verschlechtern. Die charttechnischen Marken bleiben daher weiterhin der Kompass in diesem immer dichter werdenden Handelsstreits-Dickicht. Auf dem G7-Gipfel im französischen Biarritz sagte Trump zunächst, er bedauere die US-Zollerhöhungen. Später machte das Weiße Haus klar, dass er damit zum Ausdruck bringen wollte, dass er es bedauere die Zölle nicht noch stärker zu erhöhen... Der DAX 30 wird heute negativ erwartet. Die Eröffnung wird deutlich unter der 200-Tage-Linie liegen.



Fazit:

  • Bruch der 200-Tage-Linie
  • Negativer Wochenstart