EuroStoxx, FTSE & SMI: Die europäischen Top und Flop Aktien in 2021
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2021-12-21

EuroStoxx, FTSE & SMI: Die europäischen Top und Flop Aktien in 2021

Welche europäischen Indizes und Aktien haben im Börsenjahr 2021 am besten abgeschnitten? Die 2021er-Performance von EuroStoxx, FTSE und SMI und die darin enthaltenen Unternehmen hat CAPinside-Experte Rainer Wagenhäuser analysiert. So viel vorab: Nur wenige deutsche Titel haben es unter die Outperformer geschafft.

Nachdem wir bereits die Tops und Flops im Jahr 2021 der deutschen Indizes Dax, MDax, SDax und TecDax sowie der großen US-Indizes Dow Jones, Nasdaq und S&P präsentiert haben, folgt nun die Jahresbilanz 2021 der europäischen Börsen.




Für die europäischen Börsenbarometer haben wir den EuroStoxx-50 ausgewählt, der die größten Unternehmen aus der Eurozone enthält, sowie SMI und FTSE als wichtigste Indizes außerhalb des Euro-Währungsgebiets.

Der EuroStoxx schneidet mit einem Plus von 21 Prozent in den letzten zwölf Monaten deutlich besser ab als der Dax. Im Wettstreit der großen europäischen Indizes hat sich auch der Schweizer Börsenindex SMI mit 20 Prozent gut behauptet. Hingegen bringt es der britische Börsenindex FTSE lediglich auf ein Jahresplus von rund 14 Prozent. Schlusslicht bei der Jahres-Performance der europäischen Indizes ist der spanische IBEX mit knapp sieben Prozent Plus im Jahr 2021.


EuroStoxx-50: Zwei niederländische Unternehmen ganz oben

Der EuroStoxx-50 ist der wichtigste europäische Aktienindex. Enthalten sind die 50 großen, börsennotierten Unternehmen aus dem Euro-Währungsgebiet. Der Spitzenreiter im "Euro-Ranking 2021" ist das Halbleiter-Unternehmen ASML aus den Niederlanden mit rund 70 Prozent Kursgewinn in den letzten zwölf Monaten. Auch auf dem zweiten Platz mit einem Gewinn von 50 Prozent steht mit der Großbank ING ein Unternehmen aus den Niederlanden. Den dritten Platz auf dem Treppchen nimmt der französische Elektrotechnik-Konzern Schneider Electric mit einem Kursplus von 42 Prozent ein.

In die Top 10 des EuroStoxx-50 Rankings 2021 haben es vier weitere französische Unternehmen geschafft: EssilorLuxottica, LVMH, L'Oreal und Pernod Ricard. In der Gewinnerliste stehen zudem mit Daimler und der Deutschen Post zwei Dax-Konzerne sowie der italienische Energiekonzern Eni.


Am unteren Ende unseres Europa-Rankings 2021 mit einem Kursverlust von rund 29 Prozent steht mit Philips ebenfalls ein niederländisches Unternehmen. Ähnlich schlecht abgeschnitten haben der irische Glücksspielkonzern Flutter Entertainment und die niederländische Beteiligungsgesellschaft Prosus, die 2019 vom südafrikanischen Naspers-Konzern gegründet wurde. Mit BASF, Vonovia und Adidas befinden sich auch drei Dax-Unternehmen in den EuroStoxx Flop 10 des Jahres 2021. Unzufrieden mit der Jahres-Performance waren sicherlich auch die Aktionäre von Anheuser-Busch InBev, Safran, Iberdrola und Enel


FTSE-100: Ashtead Group als Jahresbester im britischen Footsie

Der Financial Times Stock Exchange Index, umgangssprachlich auch als "Footsie" bezeichnet, gilt als wichtigster britischer Aktienindex. Der FTSE-100 als Leitindex für den britischen Aktienmarkt umfasst die 100 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der London Stock Exchange.

Spitzenreiter des Jahres 2021 im FTSE-100 mit mehr als 80 Prozent Kursplus ist die Ashtead Group, die Investitionsgüter wie Hebebühnen und Baugeräte vermietet. Den zweiten Platz nimmt das britische Unternehmen Meggitt ein, das unter anderem Komponenten für die Luft- und Raumfahrt liefert, gefolgt vom Chemiekonzern Croda International. Mit Gewinnen zwischen 39 und 53 Prozent haben auch Dechra Pharma, Glencore, Segro, Ferguson, Royal Mail, St. James's Place und Entain ihre Aktionäre erfreut.

Weniger gut lief es für die britischen Unternehmen Rio Tinto, Melrose, Associated British Foods, Abrdn, Smith & Nephew, Fresnillo und Ocado Group mit Verlusten zwischen 13 und 23 Prozenten in den letzten zwölf Monaten. Ganz unten in den "FTSE-100 Flop Ten 2021" stehen der Glücksspielkonzern Flutter Entertainment mit einem Jahresminus von 27,7 Prozent, das Bergbau-Unternehmen Polymetal International mit -23,9 Prozent und die London Stock Exchange mit -23,3 Prozent.


SMI: Richemont ist die Top-Aktie 2021 im Schweizer Aktienindex

Der Swiss Market Index, kurz SMI, ist der bedeutendste Aktienindex der Schweiz und bildet die 20 größten Unternehmen des Landes ab. Am besten hat im Ranking der Schweizer Aktien der Luxusgüterhersteller Compagnie Financière Richemont mit einem Kursplus von rund 62 Prozent abgeschnitten, gefolgt vom Chemie-Konzern Sika mit 56 Prozent Kursgewinn. Den dritten Platz nimmt mit 44 Prozent Plus das Private Equity Unternehmen Partners Group ein. Über die weiteren Plätze auf den ersten zehn Rängen des SMI 2021 mit einer Performance zwischen 29 und 41 Prozent freuen sich die Schweizer Unternehmen ABB, Alcon, Swiss Life, Lonza Group, Geberit, Givaudan und UBS.

Von einer echten "Flop Ten" kann auch auf den unteren Rängen keine Rede sein. Nestlé und Roche befinden sich zwar in der unteren SMI Hälfte, aber dennoch mehr als 20 Prozent im Plus. Lediglich vier Schweizer Unternehmen im SMI müssen in den letzten zwölf Monaten einen Kursrückgang hinnehmen: Novartis, Holcim, Logitech und Credit Suisse Group.


Investieren in Europa mit ETFs

Mit einem ETF auf einen der europäischen Indizes partizipiert der Anleger am Erfolg und vermeidet ein zu großes Risiko mit Einzelwerten. Wer auf die 50 Unternehmen im EuroStoxx setzen möchte, greift beispielsweise zum Amundi EuroStoxx 50 ETF. Dieser ETF wurde im Februar 2018 aufgelegt und hat ein Fondsvolumen von rund 2,3 Milliarden Euro.

Den Schweizer Aktienmarkt bildet unter anderem der iShares SLI ETF ab. Das Fondsvolumen von 286 Millionen Euro steckt hier in den 30 größten Schweizer Unternehmen. Mit dem im Mai 2012 aufgelegten Vanguard FTSE 100 ETF beteiligt sich der Anleger an der Performance des britischen FTSE-100. Dieser ETF hat ein Volumen von rund 4,8 Milliarden Euro.

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Große Auswahl an Europa-Aktienfonds

Wer anstatt der exakten Nachbildung der europäischen Indizes einen Aktienfonds bevorzugt und somit einem Fondsmanager die Auswahl der Unternehmen überlassen möchte, erhält über die CAPinside Fondssuche eine riesige Auswahl an Europa-Aktienfonds.

Der UniEuropa investiert europaweit in wachstumsstarke Aktien führender Unternehmen, sowohl aus dem Euro-Raum als auch außerhalb. Der Aktienfonds existiert bereits seit November 1992 und hat aktuell ein Volumen von rund 658 Millionen Euro. Die drei größten Positionen im Europa-Aktienkorb sind Nestlé, ASML und Eurofins Scientific.

Der AXA Rosenberg Pan European Equity Alpha Fund wurde bereits im November 1999 aufgelegt und investiert ebenfalls innerhalb und außerhalb des Euro-Währungsgebietes in ein Portfolio von europäischen Aktien, die das Fondsmanagement für unterbewertet hält, um ein langfristiges Kapitalwachstum zu erreichen. Die drei Top-Position im Portfolio sind Roche, L'Oreal und Novo Nordisk.

Der Europa-Aktienfonds Merian European Equity Fund wurde im August 2019 aufgelegt. Fondsmanager Ian Heslop investiert das Fondsvolumen von 48,60 Millionen Euro auch in einige Mid & Small Caps. Die Top 3 im Portfolio sind ASML, Novo Nordisk und Nestlé.

Einen besonderen Wert auf das Thema Nachhaltigkeit legt der BMO Sustainable Opportunities European Equity. Die Fondsmanagerin Sacha El-Khoury setzt bei dem Dezember 2000 aufgelegten Europafonds unter anderem auf die Top-Positionen ASML, Novo Nordisk und Schneider Electric. Auch der Pictet Quest Europe Sustainable Equities folgt den Grundsätzen des nachhaltigen Investierens. Fondsmanager Laurent Nguyen hat 1,16 Milliarden Euro zur Verfügung. Ein Teil davon steckt in den Top 3 Positionen Nestlé, Roche und Novartis.

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