Family Office schafft Überblick über das Gesamtvermögen

Vermögenscontrolling und Vermögensreporting sind Kerndienstleistungen eines Family Offices. Damit liefern sie transparente Informationen und konsolidierte Daten über alle Vermögenswerte.

Vermögende, die ein Family Office beauftragen, verfügen in der Regel über breit diversifizierte Vermögenswerte. Bargeld, Wertpapiere, Immobilien, unternehmerische Beteiligungen, vielleicht auch Kunst, Oldtimer, Land- und Forstbesitz: So sehen die meisten überdurchschnittlichen Portfolios aus – und die Vermögensinhaber erwarten von einem Family Office, dass es in der Lage ist, einen dauerhaften Überblick, transparente Informationen und konsolidierte Daten über alle Vermögenswerte zu liefern. Daher sind Vermögenscontrolling und Vermögensreporting die herausragenden Maßnahmen für Vermögende, die Vermögensstrategie zu steuern, Risiken zu erkennen, die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Vermögensverwalter zu kontrollieren und die daraus resultierenden Ergebnisse mit Blick auf die künftige Ausrichtung des Vermögens zu bewerten.


Service für Kontrolle und Steuerung eines Familienvermögens

Family Offices sind dementsprechend gefragt, Vermögenscontrolling und Vermögensreporting zur Verfügung zu stellen. Das entspricht ihrer Rolle als Ansprechpartner für Kontrolle und Steuerung eines Familienvermögens und orientiert sich an der übergeordneten Herausforderung der sogenannten Asset Protection, also dem umfassenden Schutz des ganzen Mandantenvermögens auf allen Ebenen. Im Fokus von Vermögenscontrolling und Vermögensreporting steht, über sämtliche Vermögenswerte und Anlageklassen hinweg dauerhafte, transparente Informationen über die Ergebnisse der Vermögensverwaltung und das Management des Risikos zu generieren. Das gibt Ruhe und Gelassenheit im Management des Gesamtvermögens und stellt sicher, dass die eingesetzten Vermögensverwalter sich an die Vorgaben in der Bewirtschaftung halten.


Inhalte eines Vermögenscontrollings

Bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein beispielsweise, die für Mandanten solche Leistungen anbietet, heißt es: „Mit dem Vermögenscontrolling bauen wir ein systematisches Eigentümer-Informationssystem auf, das regelmäßig über den Stand und die Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivitäten, Vermögensanlagen und Verpflichtungen informiert. Wir fassen Wertpapierdepots, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Land- und Forstwirtschaften, Kunstsammlungen und viele weitere Anlagen zu einem einheitlichen, übersichtlichen Reporting zusammen.“ Alle Auswertungen des Wertpapier- und Beteiligungsreportings könnten dann in einem Bericht integriert werden.

Im Mittelpunkt stünden eingehende und kontinuierliche Analysen aller Vermögenswerte, heißt es bei dem Family Office-Dienstleister. Die Vermögenspositionen und Verbindlichkeiten würden regelmäßig mit ihren Zeitwerten in einer Vermögensbilanz angesetzt und mit Blick auf die Zukunft aufbereitet: Aus der Zeichnung von Beteiligungen, aus Zusagen von Darlehen oder laufenden Projekten im Immobilienbereich ergäben sich Zahlungsverpflichtungen, die in einer Cash Flow-Planung aufzunehmen sind – so sei die Liquidität jederzeit gesichert.


Vermögensreporting schafft Transparenz

Apropos Weitsicht: Ein ganzheitliches Vermögensreporting schafft einen Überblick über sämtliche Vermögensgegenstände und wertet die Entwicklung der einzelnen Werte vollständig transparent aus – weit über die Rendite hinaus. Es geht darum, eine verwertbare Leistungsübersicht zu erhalten, die aus dem auf vielerlei Anlageklassen verteilte Vermögen ein Gesamtbild entstehen lässt, das der Vermögende wirklich versteht, bewerten und für weitere Überlegungen nutzen kann. Und auf Grundlage des Reportings werden mit Hilfe des Vermögenscontrollings sämtliche Anlagen hinsichtlich der Rendite-, Risiko- und Kostenstruktur untersucht und Optimierungspotenziale identifiziert. Anleger erhalten auf diese Weise eine unabhängige und objektive Einschätzung über die Zweckmäßigkeit der eingesetzten Produkte und Anlagekonzepte sowie von Markt-, Zins- und Renditeentwicklungen im Hinblick auf die finanz- und realwirtschaftliche Situation erwarten, sagt Alexander Etterer (Rödl & Partner); auch diese Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bietet unter anderem Controlling- und Reporting-Dienstleistungen an.

Gemeinsam mit dem Family Officer können Vermögensinhaber dann an der Zukunftsgestaltung im Vermögensmanagement arbeiten und gegebenenfalls strategische Entscheidungen zur weiteren Bewirtschaftung des Vermögens schaffen, beispielsweise durch einen Austausch des entsprechenden Managers. Diese systematische Arbeit stelle sicher, dass das Vermögen nicht in eine dunkle Ecke gerät und Schaden erleidet, führt Alexander Etterer aus. Bei regelmäßiger Betrachtung der Daten sei dann immer noch Zeit zur Kurskorrektur in der Geldanlage. Controlling sei also Vorbeugung, Sicherstellung und Rationalisierung einer zügigen zielorientierten Bewirtschaftung von Vermögen und stelle sicher, dass mögliche Risiken einzelner Kapitalanlagen frühzeitig erkannt würden.