Finleap trennt sich von Zinsbaustein

Nachdem sich der Markt nun selbst zu reinigen beginnt, scheinen die ersten Unternehmen, die frühzeitig in den Boom investiert haben, wieder auszusteigen. Der Company Builder Finleap stößt zum Beispiel seine Anteile an einer Plattform für Crowdinvesting nach nur zwei Jahren wieder ab. 

In einem gemeinsamen Projekt mit Sontowski & Partner hat Finleap in den vergangenen zwei Jahren versucht eine eigene Plattform für Crowdinvesting im Bereich der Immobilien aufzubauen. Zinsbaustein, so der Name des Projektes, sollte institutionelle und private Anleger im gleichen Maße an das Thema Immobilienfinanzierung durch die Crowd heranführen. Es ist dem Portal aber nicht gelungen, sich gegen die deutlich stärkere Konkurrenz im deutschsprachigen Internet durchzusetzen. Während der Marktführer in Deutschland, Exporo, mit über 180 Millionen Euro Investment-Summe ein deutliches Statement auf dem Markt setzen konnte, gelang es Zinsbaustein nur etwas über 20 Millionen Euro in die Projekte zu investieren. Trotzdem sieht man Zinsbaustein alles andere als gescheitert an. Das Projekt wächst weiterhin und könnte ein wichtiger Baustein für den weiterhin aufstrebenden Markt Crowdinvesting sein. 

Die 44 Prozent, die Finleap bisher an dem Projekt gehalten hat, wurden verkauft und fast vollständig von dem Miteignern Sontowksi & Partner übernommen. Diese haben bereits vorher einen Anteil von knapp unter 50 Prozent an dem Projekt besessen. Auch kleinere Anteilseigner haben in den vergangenen Monaten ihre Anteile weiter erhöht - Zinsbaustein ist also durchaus weiterhin ein interessantes Projekt für Investoren. Man möchte sich auf Finleap jetzt allerdings wieder anderen Projekten widmen und wird das Kapital und die Ressourcen wohl in die kürzlich vorgestellte Plattform für Fintech setzen. An der Geschäftsführung bei Zinsbaustein ändert sich nichts - auch an der Philosophie soll sich nach Aussagen der jetzigen Eigner nichts ändern. Ein Wachstum scheint weiterhin sicher zu sein.