Flügel gestutzt: Westwing fällt unter Ausgabepreis

Der Online-Möbelhändler Westwing hat einen schwachen Start an der Börse hingelegt. Das Papier des Unternehmens sank bis auf einen Wert von 23,30 Euro, wobei der Ausgabepreis bei 26 Euro lag.

Der Börsengang verlief für die Investoren enttäuschend, da es gleich zu deutlichen Verlusten kam. Zwar stiegen die Aktien kurz nach Handelsbeginn auf einen Spitzenwert von 26,49 Euro - und lagen damit 49 Cent über dem Ausgabewert, doch danach begann schnell eine Talfahrt. Bis auf 23,30 Euro sackte der Kurs ab. Somit mussten Anleger einen Verlust von mehr als 10% hinnehmen.
Es ist dem Unternehmen vor dem Start gelungen, dass es zu einem Ausgabepreis kam, der in der Mitte des angepeilten Ziels lag. Das Interesse der Aktionäre bestand, das Vertrauen war da. Zusätzlich sehen Analysten im digitalen Markt für Möbel neue Möglichkeiten und hohe Wachstumspotenziale. Ungefähr ein Viertel der Anteilsscheine sind dabei im Streubesitz. Der größte Anteilseigner ist noch immer Rocket Internet. Hier kam es jedoch zu einer Verkleinerung der Besitzverhältnisse. Statt 30 Prozent hält der Konzern nun nur noch 23 Prozent der Unternehmensanteile. Die Verantwortlichen planen mit einem Bruttoemissionserlös von 132 Millionen Euro, wenn es zu einer kompletten Ausübung der Mehrzuteilungsoption kommt.