Foxconn gibt umfassende Einsparungsmaßnahmen bekannt

Der chinesische Konzern Foxconn, der zu einem großen Teil für die endgültige Produktion von Apples iPhone zuständig ist, steht offenbar vor einem harten Einschnitt. Das passt zu Medienberichten der letzten Woche, wonach Apple zu planen scheint, die allgemeine Produktion seiner Geräte in den nächsten Jahren zu drosseln. Schuld daran sind der abschwingende Smartphone-Markt und die geringere Nachfrage nach dem iPhone in Schwellenländern.

Ein internes Rundschreiben, das anscheinend bei der amerikanischen Agentur Bloomberg gelandet ist, verrät, dass das Unternehmen ab dem kommenden Jahr deutlich sparen möchte und muss. Einsparungen von bis zu 2,5 Milliarden Euro sind eingeplant. Alleine rund 800 Millionen Euro davon in der Sparte, die nur für das iPhone zuständig ist. Damit könnte jeder zehnte Mitarbeiter, der nicht direkt in einer technischen Abteilung beschäftigt ist, in den nächsten Jahren entlassen werden. Auf Nachfrage Bloombergs teilte Foxconn mit, dass das Unternehmen sich ohnehin jedes Jahr erneut auf den Prüfstand stellt und entsprechende Optimierungen und Anpassungen Normalität sind. Mit über einer Millionen Angestellten und einem Großteil der Arbeiter in China gehört Foxconn selbst für chinesische Verhältnisse zu den Branchenriesen.


Absatz der Smartphones sinkt deutlich

Natürlich ist Foxconn nicht alleine für die Produktion des iPhone oder anderer Produkte von Apple zuständig. Hier wird unter anderem die Konsole Sony Playstation gefertigt. Das Problem ist, dass das Unternehmen eine hohe Abhängigkeit von den Produktionszahlen der Smartphones hat. Dies zeigte sich auch daran, dass die Gewinnprognosen in den letzten Quartalen bei Weitem nicht so deutlich ausgefallen sind, wie es die Analysten erwartet haben. Überhaupt scheint sich ein Trend zu zeigen, der künftig nicht nur Apple, sondern auch die Hersteller hinter den Smartphones betreffen wird: Der Markt ist für den Moment gesättigt. Besonders in den so wichtigen Schwellenländern gehen die Umsatzzahlen zurück. So überraschte auch Apple mit einer geringeren Umsatzprognose und verwies darauf, dass der Verkauf der Produkte zurückgegangen ist.

Bereits seit einigen Wochen gibt es Gerüchte darüber, dass Apple etwas an der Qualität und der Quantität seiner Produktion ändern möchte. In den letzen Jahren war man damit aufgefallen, dass man viele der produzierenden Partnerunternehmen aufgekauft hat oder sich zumindest Anteile sicherte. Bei einigen Partnerfirmen wurden anscheinend rückläufige Produktionszahlen verkündet, da einige traditionelle Partner von Apple in den vergangenen Wochen ihre Umsatzprognosen ebenfalls deutlich gesenkt haben. Apple könnte somit den Trend erkannt haben und versucht seine Kosten rechtzeitig zu senken, bevor die Welle der Smartphones endgültig ausgesurft und der Markt endgültig gesättigt ist.