Für welche Zielgruppe eignen sich ETFs?

ETFs zu Kapitalanlage 

Exchange Traded Funds (ETFs) sind aktuell in Mode. Gerade in den vergangenen Monaten wurden ETFs zu einem beliebten Anlagevehikel, dass sowohl für Privat-, als auch Profiinvestoren geeignet ist. Profis profitieren von den günstigen Preisen und der hohen Flexibilität. Aus einigen Meldungen geht hervor, dass es ETFs bald auch ohne jegliche Verwaltungskosten geben könnte. Für Privatanleger sind ETFs widerrum interessant, da diese von den niedrigen Verwaltungskosten profitieren und somit im Vergleich zu klassischen Fonds höhere Gewinne realisieren können. Durch den passiven Ansatz und die geringeren Transaktionskosten können Anleger vom passiven Ansatz profitieren. Zudem weisen ETFs eine sehr breite Steuerung auf und bilden einen kompletten Index nach. Kurzfristig können aktiv gemanagte Fonds eine bessere Performance aufweisen, allerdings ist der Markt auf lange Sicht immer effizienter.

Doch auch ETFs müssen sich einiger Kritik stellen. So nehmen Experten an, dass ETFs das gesamte Finanzsystem unsicher machen können, da eine Krise zum Verkauf eines gesamten Indizes führt. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob der langfristige Kauf von ETFs zu einem geringen Interesse an Aktien führt. Sollte dies der Fall sein, dann gibt es weniger Investoren, die in Aktien investieren und die Kurse einzelner Unternehmen durch eine erhöhte Nachfrage in die Höhe schicken. Führen ETFs nicht sogar dazu, dass Investoren jede Blase mitnehmen, da stark nachgefragte Aktien eine höhere Relevanz innerhalb des Indizes bekommen.


ETFs sind vor allem für Privatanleger geeignet 

Innerhalb der vergangenen Monate wurden die Kritikpunkte von ETFs im Rahmen zweier Studien betrachtet. Die erste Studie wurde von der Universität in Berkeley durchgeführt und wird demnächst im „Journal of Finance“ veröffentlicht. Aus dieser Studie geht hervor, dass ETFs insbesondere für sicherheitsbewusste Investoren mit beschränkten finanziellen Mitteln geeignet sind. Dahingegen sollten professionelle Anleger auf professionelle Fonds setzen. Dies begründet sich in einer höheren Risikobereitschaft. Zudem verfügen professionelle Investoren über wichtige Kontakte, ein breiteres Wissen und ausreichend Kapazitäten zur ausgiebigen Analyse verschiedener Fonds. Schlussendlich sollen diese Instrumente dazu beitragen, eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.

Diese Theorie zeichnet sich in den Renditen verschiedener Fonds ab, denn insbesondere professionelle Fonds, die ausschließlich für vermögende Investoren gedacht sind, realisieren die höchsten Marktrenditen. Privatinvestoren wählen dahingegen nur aktive gemanagte Fonds, die von Banken empfohlen werden. Diese agieren jedoch besonders schlecht und liefern eine unterdurchschnittliche Performance.


Das Risiko von ETFs 

Forscher der Universität Mannheim weisen jedoch darauf hin, dass Investoren nicht immer in ETFs investieren sollten. Private Anleger verfügen global zudem nicht über genügend Kapital, um die Finanzmärkte zu destabilisieren. Heutzutage legen Fondsgesellschaften jedoch nicht nur große Indizes wie den S&P 500 oder den Dax auf, sondern legen auch einen Fokus auf spezialisierte ETFs. Diese thematischen ETFs ziehen immer mehr Privatanleger an, weisen jedoch ein Klumpenrisiko auf. Zudem reagieren die Investoren eher kurzfristig und möchten mithilfe von Käufen und Verkäufen Gewinne realisieren. Aus der Theorie geht hervor, dass Anleger langfristig und breit diversifiziert investieren sollten, um eine maximale Rendite zu realisieren.