Martin Stürner
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G20-Ergebnisse als Startschuss für ein volatiles zweites Halbjahr an den Börsen? Tech rules!

Ist das beherrschende Thema des 1. Halbjahres, der andauernde Handelsstreit zwischen den beiden größten Handelsnationen der Welt, mit den G-20 Ergebnissen vom vergangenen Wochenende endgültig ad acta gelegt?

Ich sage: Leider nein. Auch für die zweite Jahreshälfte ist damit zu rechnen, dass die von den USA ausgehende protektionistische Handelspolitik mit Zöllen und Embargos weitergeführt wird. Das Risiko einer weiteren Eskalation wird weiterhin die Märkte nervös und die Volatilität auf einem hohen Niveau halten. Andere Streitthemen wie die Ausweitung der Zölle bei weiteren Handelspartnern der USA oder der Brexit könnten zu weiteren Marktturbulenzen führen.

Dennoch gilt: Der größte Treiber für eine positive Entwicklung an den Finanzmärkten bleibt der Trend zur Digitalisierung. Innovatoren und Marktführer aus der Technologiebranche sind vorwiegend im Silicon Valley angesiedelt und bieten Anlegern auch in einem volatilen Marktumfeld gute Möglichkeiten, vor allem auf langfristiger Basis Gewinne zu erzielen. Amerikanische Techgiganten wie Alphabet, Apple; Microsoft oder Facebook sollten vor dem Hintergrund ihrer hervorragenden Marktposition den positiven Wachstumstrend auch im 2. Halbjahr fortsetzen. Schwächephasen der Technologietitel stellen entsprechend auch im zweiten Halbjahr 2019 gute Einstiegsmöglichkeiten dar.

Die Perspektiven für das weitere Börsenjahr 2019 könnten sich entsprechend wie folgt gestalten: US-Börsen unter Schwankungen hui – besonders die Technologietitel. Europas Börsen im zweiten Halbjahr untergewichten. Und starke Nerven werden Anleger immer mal wieder im Jahresverlauf benötigen. Ein aktiver Investmentansatz, der Marktschwankungen als Chance sieht, dürfte einer reinen buy and hold Strategie mithin deutlich überlegen sein.

Quelle: Martin Stürner, PEH Wertpapier AG