Geld für die Ewigkeit

Sie lesen es täglich. Sie spüren längst: Die Digitalisierung hat unser tägliches Leben voll im Griff. Sie lässt Bisheriges alt aussehen. Sie verdrängt konventionelle Geschäftsmodelle. Und ist darüber hinaus auch der Motor interessanter Investmentideen. Doch das, was dieser Tage zu lesen ist, schlägt alles. Unglaublich, aber (wohl) wahr: Das nächste große Ziel der Digitalisierungspioniere heißt: das ewige Leben.

Nein, es sind keine irren Fanatiker oder Sektenanhänger, die mit dieser Zielsetzung an den Grundfesten des menschlichen Lebens rütteln wollen. Die Gemeinde derer, die auf diesem Gebiet forschen und die diese Forschung finanzieren, schließt viele der hochkarätigsten und erfolgreichsten Internet- und Digitalisierungsunternehmer ein. Paypal Gründer Peter Thiel, Google Gründer Larry Page und Amazon Gründer Jeff Bezos sind hier prominente Beispiele. Dementsprechend ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Anstrengungen auf diesem Gebiet zumindest teilweise erfolgreich sein werden, nicht ganz gering. Der kürzlich verstorbene Professor Stephen Hawking, zum Beispiel, hielt es für möglich, ein Gehirn zu digitalisieren und auf einen Computer zu transferieren.

Die Meinungen darüber, ob es tatsächlich wünschenswert ist, mit Hilfe von Hochtechnologie ewig zu leben, gehen aber selbst im Silicon Valley auseinander. Immerhin war es der legendäre Apple Gründer Steve Jobs, der im Jahr 2005 in seiner Rede vor Absolventen der Stanford University den Tod als „beste Erfindung des Lebens" bezeichnete. Jobs begründete diese Auffassung damals mit dem Argument, dass der Tod das Alte abräumt, um für das Neue Platz zu machen.

 Wie auch immer die Forschung ausgehen wird, die gewonnenen Erkenntnisse werden unser Leben monumental verändern. Wenn auch vielleicht nicht ewig, so werden wir möglicherweise doch deutlich länger Leben. Und das bringt uns zurück zum Quint:Essence Qualitätsinvestmentprozess.  Denn wer lange lebt, braucht lange Geld. Und somit einen langfristigen Anlagehorizont. Den brauchen wir übrigens nicht zu erforschen. Den haben wir heute schon.