Gold zeigt sich vor drohenden Krisen unbeeindruckt

Eigentlich gilt Gold als Krisenwährung. Gerät die Welt in Not, flüchten die Anleger zu Gold, der Preis steigt. Auch andere Faktoren, wie ein schwächelnder US-Dollar, beeinflussen ebenfalls den Preis des Edelmetalls. Doch der bleibt stark, die Krisen berühren den Goldpreis nicht.

Selbst Trump kann das Edelmetall nicht erschüttern

Im Moment herrscht eine gewisse Unsicherheit am Goldmarkt. Normalerweise freuen sich die Investoren, wenn die politische Lage nicht so rosig aussieht. Denn dann nehmen Investoren Zuflucht im Edelmetall. Jedoch bewegt sich der Preis einer Unze seit drei Wochen in einer Bandbreite von 25 Dollar. Zwar konnte Gold die psychologisch wichtige Marke von 1.300 Dollar pro Unze durchbrechen. Danach tat sich allerdings nicht mehr viel. Mit sorgenvollem Blick schaut die Welt auf die Einschränkungen des Welthandels und auf die Strafzölle. Den Goldpreis nach oben zu treiben verhalf das bislang nicht. Auch Trumps teils unberechenbare Politik kratzt das Edelmetall nur wenig. Möglicherweise weil daraus bislang nicht viel erwachsen ist. Dann wäre da noch die politische Krise in Italien. Auch die geht an den Edelmetallkursen vorbei.

Gemeinhin gelten die Monate Juni und Mai als schwache Monate für den Goldpreis. Vielleicht sollten Investoren trotzdem davon absehen, den Kurs mit der Sommerflaute zu entschuldigen. Goldbullen weisen daraufhin, dass die Strafzölle lediglich der Anfang sein könnten. Noch striktere Zölle auf chinesische Importe könnten bald folgen und somit den Handelskrieg verschärfen. Was dem Goldpreis ungemein helfen könnte. Dann wäre da noch das kommende Treffen Trumps mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un. Der Ausgang dieser Gespräche könnte sich maßgeblich auf die Stimmung an den Börsen auswirken.

Starker Dollar hält den Goldpreis niedrig

Der Einfluss des US-Dollars darf nicht vergessen werden. Trotz Strafzölle zeigt sich die amerikanische Wirtschaft bislang stabil. Dollar und Goldpreis bewegen sich zumeist gegensätzlich. Momentan wird durch Investitionen und Steuersenkungen das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten vorangetrieben. Aber das wird nicht ewig so weitergehen können…