Google ist auf der Suche nach einer URL-Alternative

Für die Kommunikation zwischen Browsern und Servern und das Erreichen von Seiten im Internet ist die sogenannte Uniform Resource Locators, die URL, eines der wichtigsten Elemente. Die klassische Verbindung mit der Hilfe von http:// und www. ist bereits seit dem Beginn der internationalen Vernetzung ein Standard. Ein Standard, von dem das Google-Team nun glaubt, dass er veraltet ist. In der neusten Version von Chrome werden die Adressen bereits nicht mehr richtig angezeigt. Was sind die Pläne für die Zukunft und welche Alternativen gibt es?

Mit der steten Vergrößerung des Internets und der immer weiter steigenden Zahl an Webseiten wurde das alte URL-Verfahren zu einem ernsthaften Problem für die Anwender. Die nötigen Zahlenfolgen für den Aufbau von Verbindungen wurden immer komplizierter und ließen jede Form der Transparenz für die Anwender vermissen. Gleichzeitig hat dies dazu geführt, dass es für Angreifer einfacher wurde, den Nutzern falsche Webseiten vorzutäuschen, die dann zu einem Sicherheitsproblem geworden sind. Es wurde sehr schnell klar, dass bei der Entwicklung des Standards niemand damit gerechnet hat, dass das Internet solche Ausmaße annehmen würde. Nun scheint es nach der Meinung des Teams von Google Chrome an der Zeit zu sein, dass das bisherige Format der URls auf den Prüfstand kommt.

„Es ist schwer für Nutzer, URLs zu verstehen. Sie sind schwer zu lesen, und es ist schwer zu wissen, welcher Teil von ihnen vertrauenswürdig sein soll. Im Allgemeinen glaube ich nicht, dass URLs eine gute Möglichkeit darstellen, die Identität einer Website zu vermitteln", erzählte Adrienne Porter Felt, Google Technical Manager bei Chrome dem Magazin Wired. Entsprechend wurden die ersten Veränderungen bereits eingeleitet. In der neusten Form von Chrome ist es nicht mehr möglich, die typische URL auf die bisher bekannte Weise anzuzeigen. Was auf den ersten Blick mehr wie eine kosmetische Veränderung erscheint, soll der Startschuss für die Suche nach einer Alternative werden. Genau hier gibt es aber noch viele offene Fragen zu beantworten.


Gibt es eine Alternative zur klassischen URL?

Wie die URLs angezeigt werden und wie sich eine Webseite gegenüber dem Browser klar identifizieren kann, ist die neueste Herausforderung für das Team von Google Chrome. Die Veränderungen in diesem Bereich sollen nun eingeleitet werden. Das Ziel ist es, dass eine höhere Transparenz und damit eine vereinfachte Nutzung im Internet und nicht zuletzt eine Steigerung der Sicherheit erreicht werden kann. Das Problem ist, dass es derzeit keine wirklichen Alternativen gibt, die sich für einen sofortigen Ansatz anbieten. Es bleibt also nur die strategische Veränderung der Nutzungserfahrung.

Ein Problem ist dabei natürlich auch die Zusammenarbeit mit anderen Entwicklern und die Suche nach einem neuen Standard. Schon die Veränderungen bei verschiedenen Quellcode-Arten haben in den letzten Jahren gezeigt, dass solch globale Veränderungen an der Art und Weise der Nutzung des Internets mehr als nur ein Team von Google Chrome brauchen. Alle Entwickler müssen hier an einem Strang ziehen und sich am Ende auf eine Art und Weise einigen, wie die URLs in der Zukunft angezeigt werden. Ansonsten könnte es sehr schnell dazu kommen, dass es mit jedem Browser eine andere Form und einen anderen Standard gibt - das würde das Leben für Entwickler wie für die Nutzer im gleichen Maße deutlich erschweren.

Veränderungen der direkten Art, also über die Kosmetik hinaus, sollten laut den Entwicklern von Google Chrome im kommenden Jahr zu erwarten sein. Dann dürfte sich auch abzeichnen, welche Ideen Google für den neuen Standard bei der Anzeige von URLs hat.