Griechenlands Immobilien: Wohnungen zum Schnäppchenpreis

Die Immobilienpreise in Griechenland sinken weiter. Lediglich in beliebten Urlaubsdomizilen wie Mykonos oder Rhodos bleiben die Hauspreise relativ stabil.

Die Deutsche Bundesregierung hat Griechenland ein finales Rettungspaket bewilligt. Die sinkenden Immobilienpreise könnten sich dadurch wieder regulieren. Noch herrscht jedoch Schnäppchenstimmung auf Griechenlands Häusermarkt.


Viele Käufer aus dem Ausland

Die Immobilienpreise in Griechenland sinken weiter. Lediglich in beliebten Urlaubsdomizilen wie Mykonos oder Rhodos bleiben die Hauspreise relativ stabil. Doch selbst in den Tourismushochburgen kann ein Haus um 70 bis 80 Prozent günstiger als noch vor zehn Jahren erworben werden. Zu dem hohen Kaufinteresse trägt auch die angepasste Grunderwerbsteuer bei, die zu Beginn der Krise von zehn auf drei Prozent gesenkt wurde. Zudem erhalten Käufer, die eine Immobilie im Wert von mindestens 250.000 Euro erwerben, die Aufenthaltserlaubnis gratis dazu.
Von den neuen Konditionen profitieren vor allem ausländische Anleger. Die Käufer aus Drittstaaten grasen den griechischen Immobilienmarkt ab und sorgen dadurch für einen enormen Aufschwung.
"In den ersten drei Monaten des Jahres lief das Geschäft so gut wie noch nie", sagt Georg Petras von der Maklerfirma Engel & Völkers auf der Insel Rhodos. "Wir hatten spektakulär viele Käufer. Besonders aus Deutschland." Auch Franzosen, Briten und Chinesen interessieren sich für Häuser auf dem Peloponnes oder den Kykladen.


Schnäppchen nur noch in Großstädten

Echte Schnäppchen sind inzwischen jedoch selten. Wer günstig kaufen möchte, muss Glück haben oder sich nach Einheimischen umsehen, die ihre Häuser aus finanzieller Not verkaufen. Meist handelt es sich jedoch nicht um Strandhäuser, sondern um kleine Wohnungen in Athen und anderen Großstädten. Zwar sind die Immobilienpreise seit 2008 um fast 100 Prozent zurückgegangen, für ausländische Käufer sind Häuser in den krisenbehafteten Regionen jedoch uninteressant. Das jüngst verabschiedete Rettungspaket der deutschen Regierung könnte zudem einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung bringen.
Es lohnt sich für Anleger also, schnell zu handeln, bevor die Immobilienpreise womöglich wieder steigen. Schließlich ist das Interesse an Wohnraum schon einmal rasant gestiegen - vor knapp fünf Jahren, als Griechenlands Verbleib im Euro gesichert war. „Damals (…) haben wir viermal so viele Anfragen pro Woche wie sonst", sagt Petras und empfiehlt, Griechenlands Immobilienmarkt im Blick zu behalten.