Handelsgespräche gescheitert? DAX 30 unter Druck

Technische Analyse DAX 30

Am vergangenen  Freitag markierte der deutsche Leitindex ein neues Jahreshoch bei 12.435 und schloss mit einem Plus von 0,55% bei 12.412. Ein sehr positiver Ausklang.

Der Start in die neue Woche sieht hingegen turbulent aus.

Ein Tweet von US-Präsident lässt die Hoffnung auf einen „Tradedeal“ schwinden.

Es dauert ihm zu lange und die Chinesen versuchen die Konditionen nochmals nachzuverhandeln. Von daher sollen die Strafzölle von 10% auf 25%auf Waren im Wert von 325 Mrd. am Freitag angehoben werden.

Die chinesischen Aktienmärkte sind stark unter Druck und der DAX 30 wird schwächer bei 12.230 Punkten erwartet. Inwieweit diese Drohung eine weitere Verhandlungstaktik von Donald Trump ist, ist schwer einzuschätzen. Zumal die Chinesen sicherlich ungern unter Druck verhandeln.

Ein weiterer Unmut beim US-Präsidenten könnte der Raketentest von Nordkorea gewesen sein. Auch da scheint sein Verhandlungsgeschick noch keine Früchte zu tragen. Auf der anderen Seite scheint er mit Putin eine neue Freundschaft zu knüpfen nachdem die Russland-Affäre geklärt ist. Mal wieder ein sehr „Tweetreiches“ Wochenende mit einem turbulenten Ausgang für die Aktienmärkte.

Aus technischer Sicht ist alles im Lot. Eine kurze Verschnaufpause mit dem heutigen Rückgang ist vollkommen in Ordnung. Die Reaktion auf den heutigen Rücksetzer ist entscheidend. Sollte der DAX 30 trotz Vorgaben sich weiterhin stabil zeigen wäre dies extrem bullish. Der Bereich um die 12.230 könnte als Unterstützung für den heutigen Handel dienen.

Falls nicht würde ein Rücksetzer bis auf 12.000 oder 11.800 das kurzfristige Chartbild nicht sonderlich eintrüben.


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