Healthcare: Neue Innovationswelle in Japan

Japanische Healthcare-Firmen haben nur wenige Investoren auf dem Radar. Das ist ein Fehler, denn die Innovationskraft der Unternehmen kann sich sehen lassen.

Japans Arzneimittelindustrie ist gekennzeichnet von unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Gegen Ende der Siebziger Jahre etablierte sich das Land als bedeutender Standort für die Auftragsproduktion und eine auf Reformulierungen spezialisierte pharmakologische Industrie. Erst um die Jahrtausendwende folgte der Durchbruch mit Innovationen.

Produkte wie Abilify (Otsuka, Schizophrenie), Crestor (Shionogi, Bluthochdruck), Actos (Takeda, Diabetes) und Aricept (Eisai, Alzheimer) wurden zu internationalen Blockbustern. Es folgte eine neue Ruhephase mit einzelnen Ausnahmen wie den Erfolgen von Shionnogi bei HIV-Medikamenten und von Ono Pharmaceuticals in der Immunonkologie.

Doch zuletzt gab es wieder einige Großerfolge: Chugai’s Bluterkrankheit-Medikament Hemlibra und Shionogi’s Grippe-Mittel Xofluza kamen 2018 auf den Markt. Daichii Sankyo lizenzierte das Krebsmittel DS-8201 im März 2019 an AstraZeneca aus in einem Deal, der bis zu USD 6.9 Mrd. einbringen kann. Und Sosei konnte sich mit dem Kauf von Heptares im Jahr 2016 neu aufstellen und feierte einige Erfolge bei Auslizenzierungen, zuletzt mit Takeda im August 2019.