Heiß begehrt: Luxusartikelanbieter Farfetch gelingt fulminanter Börsenstart

Luxusartikel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, die Nachfrage steigt ständig. Die oft jungen Kunden beziehen die Waren gern online, um Zugriff auf das gesamte Sortiment der unterschiedlichen Anbieter zu haben. Das britische Unternehmen Farfetch hat diese Entwicklung für sich entdeckt und bietet auf seiner Plattform das passende Angebot: Luxuswaren finden die Käufer dort auf einfachstem Weg und zu den besten Konditionen. Daher haben Anleger Farfetch für sich als Anlageobjekt entdeckt und hoffen, dass es zu hohen Gewinnen kommt.



Die große Nachfrage führt zu höheren Anschaffungskosten

Ein Ausgabepreis von 15 Dollar war anvisiert. Doch durch das hohe Interesse kam es zu einer Korrektur auf 17 Dollar. Da immer weitere Investoren sich an Farfetch beteiligen wollten, verlangten die Verantwortlichen nochmals zwei Dollar mehr. Auch die Anhebung ließ die Zuversicht der Marktteilnehmer nicht schwinden, weshalb der Startwert nun bei 20 Dollar liegt. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung des Unternehmenswerts, der nun bei mehr als 5,8 Milliarden Dollar liegt. Es kommt zu einem höheren Erlös, den Farfetch mit der Veräußerung der Papiere einfährt. Dieser liegt bei ungefähr 885 Millionen Dollar, was umgerechnet 751 Millionen Euro entspricht. Die Käufer gehen davon aus, dass der Trend anhält und Shoppingtouren im Web immer beliebter werden. Der jetzige Anteil an weltweiten Gesamtumsatz ist mit 9 Prozent noch gering. Doch der Gründer José Neves, der gleichzeitig CEO ist, geht von einem hohen Steigerungspotenzial aus. Er möchte ein Drittel des weltweiten Umsatzes mit seiner Plattform beherrschen. Dieses Ziel ist ambitioniert, doch erreichbar. Dies liegt auch an den allgemeinen Entwicklungsprognosen für diesen Markt. Derzeit liegt das Handelsvolumen bei 307 Milliarden Dollar, doch bis zum Jahr 2025 erwarten die Experten eine Steigerung auf ungefähr 446 Milliarden Dollar. Junge Käufer und die allgemeine Steigerung des Lebensstandards sorgen für diese Aussichten.


China als Schlüsselfaktor

Besonders chinesische Konsumenten stellen einen wichtigen Wachstumsmarkt dar. Nach den USA und Europa verfügt ist das Reich der Mitte der drittgrößte Handelsplatz für Luxusgüter. Die jungen Chinesen sorgen für ein mögliches Wachstum dieser Sparte von bis zu acht Prozent. Bis zu 281 Milliarden Dollar beträgt dann der Jahresumsatz. Durch die guten wirtschaftlichen Voraussetzungen des Landes zum es zu einer Teilhabe der Bürger am Erfolg. Eine größere Mittel- und Oberschicht ist die Folge. Diese Kreise verfügen über genügend Kapital, das sie zur Anschaffung dieser Güter nutzen. Allgemein sind Chinesen darauf bedacht, dass sie ihren gesellschaftlichen Status zur Schau stellen und für Bewunderung sorgen.
Da Farfetch zu den größten Online-Anbietern dieser Waren gehört, profitiert das Unternehmen von dieser Entwicklung. Dabei muss sich der Betrieb gegen Konkurrenten wie den aus München stammenden Betrieb My-theresa.com durchsetzen, der zur Neiman Marcus Group gehört. Diese wiederum ist Muttergesellschaft von „Neiman Marcus“, einer Luxuskaufhauskette. Das Konzept von Farfetch unterscheidet sich dabei von dem der Mitbewerber. Diese verfügen oftmals über eigene Lager und verschicken von dort aus Ihre Produkte. Farfetch hingegen hat sich für einen anderen Weg entschieden. Die im Londoner Stadtteil Shoreditch gegründete Firma übernimmt die Rolle eines Vermittler und verfügt über kein eigenes Sortiment.