Individuelle Erfolgsgeschichte von Spotify

Der international agierende Streamingsdienst Spotify geht am 3. April an die Börse und wird somit erstmals seine Anteile öffentlich zum Kauf anbieten. Das Start-up wurde 2006 in Stockholm von Daniel Ek gegründet, um einen datengestützten und personalisierten Musikdienst anzubieten. Bis heute übernimmt der Gründer von Spotify die Geschäftsleitung des umsatzstarken Unternehmens. In diesem Zusammenhang begründete Daniel Ek kürzlich vor potenziellen Anlegern oder Investoren an der Wall Street, warum der Börsengang von Spotify an der New York Stock Exchange sinnvoll ist. Tatsächlich eignet es sich, die Unternehmensstruktur sowie das Geschäftsmodell von Spotify detailliert zu betrachten, um weitere Rückschlüsse zu ziehen.

Auf welchem Geschäftsmodell basiert Spotify?

Das schwedische Unternehmen basiert auf einem lizenzierten Angebot an Musikstücken, die jeweils von Musiklabels auf der Plattform von Spotify zur Verfügung gestellt werden. Die Lizenzgebühren der Musiklabels werden wiederum durch einen Teil der Abonnenten-Einnahmen von Spotify getragen. Darüber hinaus kann sich Spotify durch eine personalisierte Zusammenstellung einer individuellen Musik-Playlist für seine Nutzer von ähnlichen Streamingdiensten absetzen. Das Unternehmen investiert einen großen Anteil seines Kapitals in den Ausbau von Servern, einem Expertenteam und unterschiedlichen Algorithmen, um die Daten der Nutzer möglichst detailliert zu sammeln. Aus den Nutzerdaten können wiederum personalisierte Empfehlungen für Musiktitel aufbereitet werden. Im Zeitalter der Digitalisierung ermöglicht Spotify somit die reibungslose Umsetzung einer nutzerorientierten Dienstleistung.

Der Börsengang von Spotify im Überblick

Obwohl das Unternehmen bis zum Jahre 2015 keine Profite vorweisen konnte, sind die weltweiten Nutzerzahlen und die Umsätze seit der Gründung rasant und kontinuierlich angestiegen. Durch den Börsengang steht dem schwedischen Unternehmen in Zukunft zusätzliches Kapital zur Verfügung, welches eine weitere Kunden- und Datengewinnung sowie eine Expansion ermöglichen kann. Spotify konnte sich bisher gegen starke Konkurrenten wie Apple Music durchsetzen und versucht auch in Zukunft seine geografische Verfügbarkeit weiter auszubauen. Demzufolge könnte der Wert des Unternehmens weiterhin ansteigen und an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen.

Personalisierte Dienstleistung als Grundlage für andere Unternehmen

Die Erfolgsgeschichte und das Geschäftsmodell von Spotify konnten sich bereits in der Musikbranche durchsetzen. In diesem Zusammenhang könnte die Struktur von Spotify auch zukünftig in unterschiedlichen Industrien angewendet werden. Start-ups oder etablierte Unternehmen könnten, ähnlich wie Spotify, die Nutzerdaten effektiver einsetzen, um jedem Abonnenten eine personalisierte Dienstleistung anzubieten, welche die individuellen Anforderungen umsetzen kann. Auf Grundlage des Datenvolumens könnten unterschiedliche Nutzer besser erreicht werden und langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Das Unternehmensmodell von Spotify eignet sich somit als eine optimale Grundlage, um im digitalen Zeitalter einen nutzerorientierten Dienst zu bieten.