Investoren stecken zwölf Millionen Euro in Hardware-Vermieter Grover

Das Berliner Startup Grover konnte eine weitere Millionenfinanzierung sichern. Im Rahmen einer Series A bekam das Unternehmen weiteres Investorengeld und konnte somit den bestehenden Kredit aufstocken. Das frische Kapital soll zur Expansion ins Ausland genutzt werden.

Bereits im vergangenen Oktober investierte die Varengold Bank rund 10 Millionen Euro in das Berliner Startup Grover. Nun erhielt die Mietplattform für Technologiegeräte im Rahmen einer weiteren Finanzierungsrunde frisches Kapital. Dieses wurde in Form von Equity sowie durch die Aufstockung eines existierenden Kredites realisiert.

Demnach investierten der schottische Lead-Investor Circularity Capital, die Kölner VC Coparion, Samsung Next und zahlreiche Altgesellschaften in das Unternehmen. Allein durch Investoren erhielt das Unternehmen rund 20 Millionen Euro seit der Gründung im Jahr 2015. Des Weiteren konnte Grover Fremdkapital in Höhe von 25 Millionen aufnehmen. Der Gläubiger ist die Varengold Bank, die das bestehende Darlehen ausweitete.

 

Grover plant Expansion ins Ausland

Laut den Planungen Grovers soll das Kapital im Rahmen der internationalen Expansion eingesetzt werden. Zudem wird eine Erweiterung des Produktangebots mit einem Fokus auf die Tech-Flatrate und dem B2B-Angebot avisiert. Basierend auf den Aussagen des Unternehmens ist eine Adressierung von mehr deutschen Kunden geplant. Auch neue Partner auf dem europäischen Markt sollen im Rahmen der Expansion akquiriert werden.

Grover, das Berliner Startup, welches in der Vergangenheit auf den Name Byebuy hörte, verdient sein Geld mit Mietmodellen für Elektronikgeräte wie Lautsprecher oder Kameras. Im Rahmen der Mietmodelle können Kunden die Geräte auf Monatsbasis leihen und anschließend zurückgeben. Bei Bedarf kann auch ein neueres Modell oder ein anderes Produkt gemietet werden. Insbesondere die Kooperation mit Handelspartnern wie MediaMarkt, Conrad oder Saturn trägt zum Erfolg des Geschäftsmodells bei.

Vor allem die Kunden scheinen das Geschäftsmodell zu adaptieren, denn allein im letzten Jahr konnte Grover eine Verzehnfachung des Umsatzes realisieren. Auf Nachfrage veröffentlichte das Unternehmen keine genaueren Zahlen. Der CEO und Gründer Michael Cassau ließ aber verlauten, dass der Umsatz in Millionenhöhe lag. Laut Cassau schreibt die Plattform aktuell keine schwarzen Zahlen. Stattdessen wird sämtliches Kapital für die Expansion aufgewendet.