Jupiter Flexible Income – Fondskommentar Mai: Flexibler Ansatz zahlt sich aus

Talib Sheikh, Head of Strategy Multi-Asset bei Jupiter Asset Management, geht in seinem aktuellen Marktkommentar auf die aktuelle Positionierung des Jupiter Flexible Income ein und beschreibt, warum er das Risiko zuletzt runtergefahren hat.

Wir sind mit einer immer noch weitgehend konstruktiven Ausrichtung in den Monat gestartet, hatten das Portfoliorisiko Ende April aber deutlich zurückgeführt, nachdem wieder ein höheres Bewertungsniveau erreicht worden war und wir nicht mehr ganz so zuversichtlich waren, dass die Kurse weiter steigen werden. Mit dem Zusammenbruch der Handelsgespräche zwischen den USA und China drehte die Stimmung an den Märkten in der ersten Mai-Woche abrupt, da erkennbar war, dass keine Seite bereit war nachzugeben. Die Sanktionen der USA gegen Huawei haben gezeigt, dass der Handelskonflikt in einen kalten Technologiekrieg gemündet ist, der vermutlich mehrere Jahrzehnte andauern wird. Vor diesem Hintergrund sind die Sorgen über mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsklima, die Investitionsausgaben und damit das globale BIP-Wachstum im Mai gestiegen. Plötzlich wurde sogar eine Rezession in den USA als mögliches Szenario gehandelt. 

 

Performancebeiträge:

• In einem Monat, in dem der S&P 500 auf USD-Basis um 6% nachgegeben hat und sich die Credit Spreads deutlich ausgeweitet haben, hat sich unser flexibler Ansatz ausgezahlt, da das Derivate-Overlay die negativen Auswirkungen auf die Wertentwicklung abfedern konnte.
• Die größten Performancebeiträge stammten aus koreanischen Staatsanleihen-Futures und Short-Positionen in europäischen und EM-Aktien-Futures.
• Am stärksten gemindert wurde die Wertentwicklung durch die Fondsanlagen an den globalen Aktien und High Yield-Märkten.

 

Positionierung:

• Das Risiko liegt aktuell am unteren Ende der Zielspanne. Durch die Short-Positionen in europäischen und EM-Aktien-Futures liegt die Aktienquote jetzt bei fast null.
• Wir fühlen uns mit unseren fokussierten Positionen in High Yield-Anleihen weiterhin wohl, da wir in unserem Basisszenario von einer Fortsetzung der aktuellen Expansionsphase ausgehen. Angesichts des größeren Rezessionsrisikos behalten wir die Risiken im Anleihenbereich aber genau im Auge.
• Wir bevorzugen weiterhin aktiv gemanagte EM-Unternehmensanleihen in harter Währung.
• Unser Ausblick für den EUR/USD-Wechselkurs ist weiterhin strukturell negativ. Das bedeutet, dass wir aktuell lieber USD-Anlagen halten, als diese Positionen in der Fondswährung EUR abzusichern. Auf diese Weise wollen wir zusätzliches Alpha generieren und Absicherungskosten sparen.
• Wir haben unser Engagement in koreanischen Staatsanleihen ausgebaut. Für den Fall, dass sich die Lage an der Handelsfront weiter verschärft und die Rezessionsängste zunehmen, wollen wir so das Portfoliorisiko reduzieren. 

 

Der schlechtere Ausblick hat uns dazu veranlasst, das Risiko in allen Teilen des Portfolios weiter zurückzuführen. Die Strategie verfolgt eine duale Zielsetzung und strebt bei einem ausgewogenen Risikoansatz sowohl regelmäßige Erträge als auch Kapitalwachstum an. Wir halten weiterhin relativ konsistente Investments in Dividendenaktien und Hochzins-, Finanz- und Emerging Market-Anleihen, die von spezialisierten Kollegen der Jupiter Investment-Plattform gemanagt werden. Unsere durch Ertrags- und Bewertungserwägungen begründete Präferenz für Hochzinsanleihen und Emerging Market-Anleihen sowie für US-Aktien gegenüber europäischen Aktien ist unverändert. Die aktuelle annualisierte Dividendenrendite in Euro beträgt 4,9%. 

Zur Wertsicherung und Diversifikation des Portfolios während der jüngsten Kursverluste haben wir Short-Positionen in europäischen und EM-Aktien-Futures gehalten. Wir haben unsere Allokation in koreanische Staatsanleihen erhöht. Diese haben sich sehr gut entwickelt, da die Sorgen über den Handel und die weitere Entwicklung der Inflation im Berichtsmonat auf die Renditen gedrückt haben. Die Strategie strebt regelmäßige Ausschüttungen an ihre Investoren an und hat daher unter allen Marktbedingungen eine strukturelle Long-Neigung. In der Folge kam es bei den physischen Investments in Dividendenaktien und Anleihen im Zuge des Ausverkaufs an den Aktienmärkten und der Spreadausweitung zu Wertverlusten. Die Flexibilität unseres Investmentansatzes und unser Derivate-Overlay mit Short-Positionen in Aktien und Long-Positionen in Staatsanleihen-Futures konnte die Wertverluste fast vollständig kompensieren und so die Performance stützen. 

 

Ausblick:

• Wir sehen wenig Grund für Hoffnung, dass es im US-chinesischen Handelsstreit kurzfristig zu einer Lösung kommen wird. Daher dürften die Märkte noch lange Zeit durch eine politische Risikoprämie belastet werden.
• Durch die Verschärfung der Handelsspannungen ist das Risiko einer kurzfristig stärkeren Wachstumsverlangsamung größer geworden. Eine Rezession ist nicht unser kurzfristiges Basisszenario, aber wir halten weiter wachsam Ausschau nach etwaigen Hinweisen, die ein derartiges Szenario wahrscheinlicher machen würden.
• In Europa sind einige Konjunkturdaten zuletzt besser ausgefallen. Negative strukturelle Faktoren, die schwache Inflation, das geringe Wachstum und die politischen Risiken werden die Eurozone aber bis auf weiteres weiter belasten. 

 

Per Anfang Juni haben die Märkte einen erheblich unsichereren Marktausblick eingepreist. Am deutlichsten haben sich die Auswirkungen der Handelsspannungen bislang am US-Staatsanleihenmarkt gezeigt, wo die 10-Jahres-Rendite im Mai um 38 Basispunkte gesunken ist und es im 3- Monate-/10 Jahre-Segment der Zinskurve erstmals seit 2007 zu einer Inversion gekommen ist. Andererseits haben sich die Aktienmärkte bislang relativ robust gezeigt: Obwohl der S&P im Mai die drittschlechteste Monatsbilanz in sieben Jahren verzeichnet hat, ist das KGV des Index nur um 1 gesunken, verglichen mit einem Rückgang um 3 in Q4 2018. Handelsabhängige Sektoren und Regionen haben am stärksten nachgegeben, was signalisiert, dass die Kursschwäche an den Aktienmärkten – zumindest bisher – hauptsächlich durch Sorgen über die Entwicklung an der Handelsfront bedingt ist und nichts noch Schlimmeres erwarten lässt. 

Vermutlich schichten Investoren in sichere US-Staatsanleihen um, während sie weiterhin hoffen, dass der Schaden begrenzt bleiben wird. Die Kehrtwende der US-amerikanischen Notenbank (Fed), die seit Januar eine expansivere Geldpolitik verfolgt, ist den Investoren noch sehr bewusst, und Donald Trump hat in der Vergangenheit durchaus mit Rücksicht auf die Aktienmärkte gehandelt. Bis auf weiteres könnte die Hoffnung, dass die Zentralbank oder der Präsident den Märkten bei Bedarf unter die Arme greifen werden, an den Aktienmärkten für Unterstützung sorgen. Dieses Bild könnte sich ändern, falls die Sorgen über eine mögliche, durch die negativen Wachstumsauswirkungen der Handelskonflikte ausgelöste Rezession in den USA zunehmen sollten. Dazu könnte es kommen, falls eine Eintrübung des Geschäftsklimas zu einer größeren Zurückhaltung der Unternehmen in Bezug auf Neueinstellungen und Investitionen führen sollte. Da allgemein damit gerechnet wird, dass sich an dieser Situation so schnell nichts ändern wird, dürften die Märkte weiter durch einen politischen Risikoaufschlag belastet werden. In den USA sind die binnenwirtschaftlichen Daten immer noch so robust, dass wir hier kurzfristig nicht mit einer Rezession rechnen. Durch die Tatsache, dass die Sorgen über die Entwicklungen an der Handelsfront das Geschäftsklima belasten könnten, hat sich die Wahrscheinlichkeit einer Rezession jedoch deutlich erhöht. 

Das spricht für ein vorsichtiges Vorgehen am Aktienmarkt, zumal Aktien noch nicht deutlich billiger geworden sind und die Fed bereits Anfang dieses Jahres auf einen expansiveren Kurs umgeschwenkt ist. Im Aktienbereich bevorzugen wir weiterhin US-Aktien gegenüber europäischen Aktien. Im Anleihenbereich halten wir nach wie vor sorgfältig ausgewählte Hochzinsanleihen, denen wir den Vorzug gegenüber Investment Grade-Titeln geben, obwohl wir unsere Anleihenallokation vor dem Hintergrund des sich ändernden Marktumfelds genau im Auge behalten und bei Bedarf anpassen werden. Emerging Market-Anleihen bieten weiterhin eine attraktive risikoadjustierte Rendite. Wir halten eine Position in koreanischen Staatsanleihen, die von den regionalen Handelsspannungen und der schwächeren Inflation profitieren. Insgesamt bewegt sich das Portfoliorisiko am unteren Ende der Zielspanne von 6-8%. 

Quelle der Marktdaten: Deutsche Bank und Bloomberg. Stand: 31. Mai 2019 

 

Risiken: Der Fonds kann einen wesentlichen Teil seines Anlagevermögens in Hochzinsanleihen und Anleihen ohne Rating investieren. Diese Papiere bieten zwar möglicherweise höhere laufende Erträge, sie bergen aber zugleich ein höheres Ausfallrisiko, besonders in volatilen Märkten. Der Fonds setzt Derivate ein, was eine höhere Volatilität zur Folge haben kann. Seine Wertentwicklung wird in der Regel nicht mit der Performance der breiten Märkte übereinstimmen. Bei Short-Positionen können Verluste in unbegrenzter Höhe entstehen. Auch durch das Kontrahentenrisiko können dem Fonds Verluste entstehen. Schwierige Börsenphasen können den Verkauf von Anlagegegenständen zum quotierten Kurs erschweren – mit möglichen negativen Auswirkungen auf die Wertentwicklung des Fonds. Unter extremen Marktbedingungen können die Möglichkeiten des Fonds, Rücknahmeanträge sofort zu erfüllen, beeinträchtigt sein. Der Fonds kann auch in Schwellenländern anlegen, deren Börsen erhöhte Volatilitäts- und Liquiditätsrisiken bergen. Die Höhe der monatlichen Ertragsausschüttungen kann schwanken. Die gesamten Aufwendungen des Fonds werden aus dem Kapital bestritten, was sich negativ auf den potenziellen Kapitalzuwachs auswirken kann. Die wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) und der aktuelle Verkaufsprospekt sind auf Anfrage bei Jupiter erhältlich. Der Fonds kann über 35% seines Fondsvolumens in Wertpapiere investieren, die von einem Staat aus dem europäischen Wirtschaftsraum emittiert oder garantiert wurden.

 

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