Klassik Radio: Neuer Streaming-Service pusht Aktie

Klassik Radio hat mit seiner Aktien seit zwei Jahren wieder die 7-Euro-Marke geknackt und steht nun bei 7,15 Euro. Für 2018 erwartet Ulrich Kubak, CEO von Klassik Radio, einen weiteren Anstieg. Möglich macht den aktuellen Erfolgstrend zum einen die steigende Verfügbarkeit des Senders. Während Klassik Radio bis vor einigen Jahren nur in wenigen Regionen zu empfangen war, kann der Sender inzwischen über das Internet verfolgt werden. Die Einführung des Digitalstandards DAB+ trägt ebenso zur weiteren Verbreitung bei.
Bereits 2017 konnte man mit einem Umsatz von 14 Millionen Euro den größten Kursanstieg seit Gründung des Senders verbuchen. Ein Jahresüberschuss von 1,3 Millionen Euro glich den ebenso hohen Verlust aus dem Jahr 2015 aus und dient als Vergleich dafür, was sich bei dem Sender in den letzten Jahren verändert hat. Der Erfolgskurs spiegelt sich in der Aktie des Betreibers wieder.

 

Radio Select sorgt für Erfolg

Klassik Radio ist der derzeit größte Privatsender in Deutschland. Erst im letzten Jahr wurde mit Radio Select ein Streaming-Ableger gestartet, der ähnlich erfolgversprechend ist. Für 5,90 Euro pro Monat erhalten die Hörer hier Zugriff auf mehr als 100 Kanäle, auf denen Musik bekannter Labels wie Universal, Sony und Naxos läuft. Die bisherigen Lizenzvereinbarungen mit Labels wie Sony oder Universal sollen um weitere Deals ergänzt werden.
CEO und Mehrheitsaktionär Kubak erhofft sich bis Ende 2019 rund 100.000 zahlende Kunden. Das würde einen Umsatzanstieg von sechs Millionen Euro bedeuten, davon rund 2,4 Millionen Euro Nettogewinn.

 

Titel entwickelt sich langsam

Aktuell erreicht der Sender rund 5,9 Millionen Menschen. Langfristig soll Klassik Radio auch international Fuß fassen und dadurch auch die hauseigene Aktie weiter stärken. Die befindet sich aktuell bei einem Wert von 7,15 Euro (Stand 30.07.2018).
Trotz der guten Aussichten entwickelt sich der Titel von Klassik Radio langsam und mit einem relativ hohen Anlage-Risiko. Im Vergleich zu anderen Unternehmen aus der Branche „Media“ kann die Aktie einen weniger starken Anstieg verbuchen.