Luxusmarktplatz Italic sorgt für Spannung im High-Fashion-Bereich

Italic ist eine neue Online-Plattform, die markenlose Waren von Herstellern und Zulieferern an die weltweit führenden Luxusmarken verkauft. Sie wurde 2018 in Los Angeles von Jeremy Cai gegründet - dem jungen Unternehmer, der auch für den Erfolg von der Recruiting-Plattform Fountain.com und der Startup-Finanzierung Y Combinator steht.

Italic wurde gegründet, um ein neues Handelsmodell einzuführen, das Marken entfernt und stattdessen den Interessen der Verbraucher und Hersteller entspricht. Die Hersteller sind unabhängiger und verdienen mehr Geld – gleichzeitig muss der Verbraucher nicht mehr so tief in die Tasche greifen und erhält trotzdem Spitzen-Qualität.

 

"Markenlose" Produkte bei Italic

Die anfängliche Auswahl von 100 Produkten reicht von Handtaschen aus den gleichen Fabriken von Givenchy, Prada und Miu Miu über Brillen des Herstellers EssilorLuxottica bis hin zu Betten von Anbietern von Luxushotelketten wie Ritz Carlton und Four Seasons. Neue Artikel werden jeden Monat verfügbar sein und eine breitere kuratierte Auswahl anbieten, die exklusiv für Italic verfügbar ist.
Mitglieder von Italic können jeden Monat bis zu zwei Produkte kaufen und zwei Freunde auf die Website einladen, die die Warteliste überspringen.
Italic bietet allen Mitgliedern, die sich bis Ende 2018 anmelden, eine kostenlose Jahresmitgliedschaft von 120 US Dollar an.

 

Warum wurde Italic gegründet?

Italic zielt darauf ab, Luxusgüterfabriken direkt mit den Verbrauchern zu verbinden - ohne Abgaben an Dritte leisten zu müssen. Fabriken in Ländern wie China und Italien stellen Waren für hochwertige Marken wie Prada und Burberry her. Durch das Startup Italic können die Hersteller ihre Waren direkt an die Verbraucher verkaufen.

Laut Italic sei es eine Win-Win-Situation für Käufer und Verkäufer. Verbraucher können qualitativ hochwertige Produkte zu einem Bruchteil des Preises der Luxusmarke erwerben, während die Fabriken höhere Margen für ihre Waren erzielen, da sie keinen Gewinn an mehrere Zwischenhändler verlieren.

Bisher ist Italic Partnerschaften mit 15 Fabriken eingegangen, so der Gründer und CEO Jeremy Cai. Das Produktspektrum reicht von Handtaschen bis hin zu Hautpflege- und Winterjacken.
Im Gegensatz zu traditionellen Geschäften mit Marken übernehmen die Fabriken die Kosten des Inventars, da Italic als Marktplatz fungiert.
Italic hat unter anderem 13 Millionen US-Dollar von Comcast Ventures, Global Founders Capital, Index Ventures und Ludlow Ventures aufgebracht.

Natürlich funktioniert dieses Modell nicht für alle Produkte. Im Fall einer Louis Vuitton-Tasche, die mit dem ikonischen Logo des Unternehmens bedeckt ist, ist die Luxusmarke der Hauptgrund, warum die Verbraucher die Artikel kaufen und den hohen Preis dafür zahlen. Schwierigkeiten könnte es in der Elektronik-Sparte geben. Gesetzte zum Schutz des geistigen Eigentums erschweren die Möglichkeiten.

Die Popularität von generischen Produkten, Eigenmarken von Einzelhändlern und sogar neuen Online-Geschäften steigt immer weiter an. 100.000 potenzielle Kunden, die großteils in der Stadt wohnen und zwischen 20 und 35 Jahre alt sind, haben großes Interesse an der neuen Geschäftsidee von Italic.