Martin... Aston Martin - hat die Lizenz zum Börsengang

In dem kürzlich erschienen Börsenprospekt von Aston Martin wird angegeben, dass man bei einem Börsengang erwartet, dass man über 5 Milliarden Pfund an Kapital einsammeln kann. Experten sehen diese Zahlen mit einer gewissen Skepsis, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Marke gerade erst erneut saniert wurde. Das größere Problem sehen die Analysten aber in der unsicheren Zukunft durch den Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Viele Regularien und Fragen der Importe und Exporte britischer Güter sind noch vollkommen offen und das Chaos rund um den Brexit könnte gerade für eine angeschlagene Marke wie Aston Martin zu einer erneuten Belastung werden.

Vorstandschef Andy Palmer, der gekommen ist, um die Marke nach einer erneuten Schieflage zu sanieren, sieht allerdings keine größeren Probleme. Er geht davon aus, dass man nach dem Brexit insbesondere auf dem heimischen Markt eine bessere Chance haben wird, die eigenen Autos abzusetzen. Da andere Luxusmarken vermutlich mit Zöllen belastet werden, wird man eben künftig die eigenen Wagen eher auf der Insel unter das Volk bringen und somit eventuelle Folgen für den Export der Autos auffangen können. Dazu kommt, dass Aston Martin zu den wenigen Marken gehört, die ausschließlich in Großbritannien produzieren. Daher soll 2019 auch ein weiteres Werk in der Heimat folgen.


Bewusstsein über die Brexit-Folgen aber starkes Selbstbewusstsein

Auch im Prospekt selbst wird natürlich auf die möglichen Folgen eines Brexit hingewiesen. Man sieht sich aber damit gerüstet, dass man bis zum geplanten Ausstiegs-Datum von Großbritannien die eigenen Ressourcen weiter aufstocken möchte und somit eventuellen Turbulenzen in der ersten Übergangszeit begegnen möchte.

Um das nötige Kapital für die Zukunft der bekannten Marke einzusammeln, will man einen Ausgabepreis von 17,50 bis 22,50 Pfund pro Aktie für bis zu 25 Prozent der eigenen Anteile anvisieren. Laut den Aussagen des eigenen Vorstands gibt es ein großes Interesse für die Aktien der Marke. Bisher gab es langfristige Investoren aus dem arabischen Raum. Künftig will man auf noch mehr Investoren setzen, die an die Geschichte der Marke glauben und daher bereit sind, den Kurs für die nächsten Jahre zu stützen. Dass die Preisvorstellung von anderen Analysten kritisch gesehen wird, liegt auch an der jüngsten Geschichte von Aston Martin: Erstmals seit sechs Jahren ist es der Marke überhaupt wieder gelungen, schwarze Zahlen zu schreiben. Die bisher sechs Pleiten in der Geschichte der Marke sind zudem ein weiteres Manko, das man bei einer ehrlichen Bewertung beachten muss.