Meisterhafter Anstieg bei Fitness-Aktien

Gesundheit und Fitness werden immer wichtiger. Das zeigt sich an den steigenden Zahlen bei den Fitnessclub-Mitgliedern in Deutschland. Inzwischen haben mehr als 10,6 Mllionen Deutsche ein Abo in einem Studio. In Europa gibt es rund 50 Millionen Fitness-Begeisterte. Das Wachstum im Sektor lässt auch die Aktien der verschiedenen Anbieter immer weiter steigen.

Fitnessclubs generieren weltweit einen Umsatz von mehr als 80 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Anleger haben dieses Potenzial längst erkannt und investieren nicht nur in Studios, sondern auch in Ausrüstung, Sportbekleidung und Zubehör. Discounter wie Planet Fitness und Basic Fit machen die größten Gewinne.

 

Die größten Gewinner sind die Discounter

Planet Fitness ist erst vor drei Jahren an die Börse gegangen. Seitdem hat sich der Konzern an die Spitze der Branche gearbeitet und seine Aktien verdreifacht. Das große Wachstum ist auf die günstigen Mitgliedschaften in einem der Planet-Fitness-Studios (das günstigste Angebot gibt es für unter 10 US-Dollar im Monat) und die landesweite Verfügbarkeit der Discount-Clubs zurückführen, die an mehr als 1.500 Standorten in den USA zu finden sind. Inzwischen hat der Anbieter mehr als zehn Millionen Mitglieder, die neben dem Abonnement auch Geld in Merchandise und Zubehör investieren. Die Budget-Fitnesskette Basic-Fit zählt mit mehr als 1,65 Millionen Mitgliedern zu den Marktführern in Europa. Die Aktie macht ein jährliches Plus von rund 80 Prozent – auch aufgrund des schnellen Wachstums des Anbieters, der mehr als 530 Fitnessclubs in Frankreich, Spanien, Belgien und Co. eröffnet hat und damit rascher expandiert als Konkurrent Planet Fitness.
Die Fitnessketten im Budget-Segment überholen mit günstigen Abonnements und einer schnellen Expansion Anbieter wie McFit oder Flexx Fitness. An der Börse bekommen sie Konkurrenz von den bekannten Sportartikelherstellern.

 

Nike und Puma mit stetem Plus

Der deutsche Sportartikelhersteller Puma profitiert von dem Fitnessboom besonders stark. Die angebotene Sportbekleidung bewegt sich im mittleren Preissegment und ist auch aufgrund ihrer guten Qualität und des guten Rufs des Konzerns bei Athleten und Hobbysportlern beliebt. Die Puma-Aktie macht ein konstantes Plus von 40 bis 45 Prozent pro Jahr. In diesem Jahr konnten die Anleger sich bereits über ein Plus von 42 Prozent freuen.
Nikes Aktien sind 70 US-Dollar pro Stück wert. Bis vor einigen Jahren sank der Wert der Nike-Produkte jedoch, was auch auf die starke Konkurrenz aus Deutschland zurückzuführen ist. Inzwischen kann der US-Sportartikelhersteller sich dank Produkten wie dem kürzlich erschienen Nike Air Max 270 wieder gegen Adidas, Puma und Co. behaupten. Die Nachfrage steigt und die Aktien werden bei Anlegern immer begehrter.
Der deutsche Hersteller Adidas kann von dem Fitness-Boom inzwischen nicht mehr stark profitieren. Die Aktie hat sich auf einem jährlichen Plus von vier Prozent eingependelt. Anleger erwarten jedoch einen konstanten Anstieg – auch aufgrund der modernen Produktionsweise des Herstellers, der zunehmend auf eine moderne Produktion mit maßgeschneideten Schuhen für jeden Fuß setzt.

Der Navi-Hersteller Garmin hat inzwischen auch den Fitness-Markt erschlossen. Der Outdoor- und Fitness-Bereich konnte in diesem Jahr bereits ein Plus von 42 Prozent am Gesamtumsatz verbuchen. Neue Sportuhren und diverse Gadgets sollen den Wert der Aktien weiter erhöhen.