Millionen-Exit für Fleetbird

Die Erfolgsgeschichte von Fleetbird entwickelt sich zu einem Aushängeschild für die deutsche Startup-Szene und vor allem für die Branche der Mobilität in der Zukunft. Das Unternehmen, das sich zu einem führenden Anbieter im Bereich Sharing Mobility entwickelt hat, nimmt nun den nächsten Schritt in der unternehmerischen Entwicklung. Dafür begibt man sich unter das Dach von Wunder Mobility. Für einen niedrigen achtstelligen Kaufpreis ist den Entwicklern also ein Exit gelungen. Sie wollen aber weiterhin an ihrem Projekt arbeiten.

Das Unternehmen ist bekannt geworden, da sie für Enterprise-Kunden die entsprechende Software im Bereich Shared Mobility liefern. Nach einem Umzug von Berlin nach Dortmund vergrößerte sich das Startup stetig. Die Gründer Benjamin Krüger und Philipp Müller haben mit Fleetbird ein Unternehmen geschaffen, das als einer der Motoren der noch recht kleinen und jungen Shared Mobility Branche in Deutschland zählt. Zu ihren Angeboten gehören Software-Lösungen, die Car-Sharing, Bike-Sharing und Scooter-Sharing ermöglichen.

Der Aufkauf durch Wunder Mobility soll dem Unternehmen nun den Impuls für weiteres Wachstum liefern. Man war im vergangenen Jahr bereits zusammengekommen, um über eine Zusammenarbeit nachzudenken. Aus einem einfachen Kontakt bei LinkedIn ergeben sich Verhandlungen, die am Ende zu der Auffassung geführt haben, dass man die Synergien und Expertisen am besten miteinander verknüpft. Gemeinsam mit Wunder Mobility kann das Unternehmen nun auf einen großen Bestand von Software-Lösungen für die verschiedensten Sharing-Konzepte im Verkehr zurückgreifen. Davon profitieren natürlich auch die Pläne für ein Wachstum auf dem internationalen Markt.


In nur zwei Monaten von der Idee zur fertigen Fusion

In einem Interview mit Deutsche-Startups.de erzählt Müller von den Anfängen der Zusammenarbeit. So hat man sich über das Soziale Netzwerk LinkedIn zu einem Termin getroffen, um Möglichkeiten für eine künftige Zusammenarbeit auszuloten. Immerhin sind beide Unternehmen mit ihren Lösungen für das Thema Shared Mobility bekannt geworden. In diesen Gesprächen wurde schnell klar, dass das größte Wachstum dann erzeugt werden kann, wenn man eine enge Zusammenarbeit anstrebt. Wunder Mobility hatte erst kürzlich 26 Millionen Euro in einer Finanzierungsrunde einsammeln können und entsprechend den Kaufpreis für Fleetbird bezahlen können.

Sowohl das Team als auch die beiden Gründer werden aber auch nach dem Exit an Bord bleiben. Sie wollen sich vergrößern und dafür sorgen, dass die Grundlage für eine Expansion in den nächsten Monaten gelegt werden kann. Das Ziel ist klar: Man will an den beiden Standorten und mit den neuen Möglichkeiten die Marktführerschaft auf dem Gebiet weiter ausbauen. Dabei sieht Müller einen großen Vorteil in der Flexibilität der beiden Unternehmen. Beide haben ihre Strategien und Konzepte bereits in der Vergangenheit anpassen müssen. Wie einfach das sein kann, zeigte sich auch daran, dass von der Idee bis zum fertigen Kauf gerade einmal zwei Monate vergangen sind.