Multi-Asset Global 5 - Fonds-Reporting und aktueller Marktkommentar von alpha beta asset management (31.05.2018)

Die Angst vor der Rückkehr der Eurokrise belastete die Finanzmärkte im Mai: Dem anfänglichen Regierungschaos in Italien folgten kostspielige Regierungspläne, die mehrheitlich über eine Neuverschuldung finanziert werden sollen und von europakritischen Tönen flankiert waren. Dies beunruhigte insbesondere die Peripherie-Staatsanleihenmärkte im vergangenen Monat und führte zu einem massiven kurzfristigen Anstieg der Rendite bei italienischen Titeln sowie den Anleihen weiterer Euroländer. 

Die Rendite italienischer Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von 10 Jahren stieg im Mai von 1,79% auf 2,79% und führte zu Verlusten bei unserer Italien-Position. In Anbetracht der fundamentalen Lage und der politischen Realitäten in Italien sowie der fehlenden Marktliquidität während der letzten Handelstage im Mai wird aktuell an der Position festgehalten. Die Beruhigung der Lage in den letzten Tagen gibt uns diesbezüglich Recht.

Ebenfalls unter Druck gerieten die Staatsanleihen in Peripherieländern wie Spanien und Portugal. Hier war der Renditeanstieg mit +0,21% und +0,28% allerdings wesentlich moderater. Daneben verlor die europäische Gemeinschaftswährung Euro im Mai. Ein wesentlicher Grund war auch in diesem Fall die geäußerte Absicht der neuen Regierung in Italien, bei der Finanzierung des Regierungsprogramms insbesondere auch auf die Ausgabe kurzlaufender Schatzpapiere zu setzen. Analysten sehen in diesen Plänen die Gefahr der Einführung einer verkappten Parallelwährung zum Euro.

Der Euro-US-Dollar-Wechselkurs ermäßigte sich im Mai von 1,21 auf 1,167. Davon profitierten kurzlaufende US-amerikanische Titel in unserem Fonds. Insgesamt beträgt die offene US-Dollar-Position gegen Euro aktuell ca. 5,5%. Annähernd stabil verblieben trotz der erhöhten Unsicherheit in Europa viele Aktienmärkte, mit Ausnahme des europäischen Bankensektors. Die Leitindizes DAX, Nikkei 225 und MSCI Emerging Markets verloren dennoch 1,5%, 1,2% und 2,7%. 

Eine Ausnahme bildete der S&P 500 mit einem Kursgewinn in Höhe von 2,9%. Der von uns allokierte griechische Leitindex musste dagegen seine Gewinne aus dem April wieder abgeben und verlor rund 11%. Ähnlich hoch waren die Verluste im europäischen Bankensektor, der im Mai ca. 8% verlor. Europäische High Yield Anleihen konnten sich in diesem schwierigen Umfeld behaupten und verloren auf Total Return Basis lediglich 1,6%.

Insgesamt zeigte der Multi-Asset Global 5 im Mai ein Minus in Höhe von 1,56% (institutionelle Anteilscheinklasse), im Wesentlichen verursacht durch die Position in italienischen Staatsanleihen in Höhe von 8%, welche sich allerdings inzwischen schon wieder stabilisieren konnten. Für die kommenden Wochen erwarten wir zwar keine dauerhafte Lösung hinsichtlich der politischen Situation in Italien, jedoch eine rhetorische Abrüstung und eine partielle Entspannung an den Kapitalmärkten, wobei sich der Fokus dann wieder hin zur Wirtschafts- und Außenpolitik der USA verlagern dürfte.

Die aktuellen Factsheets der institutionellen und privaten Anteilscheinklasse zum 31. Mai 2018 finden Sie unter:


Multi-Asset Global 5 Factsheet - Hier Klicken