N26-Konkurrent Monzo wird nach Finanzierungsrunde zum Einhorn

Schon im dritten Jahr nach seiner Gründung hat das Unternehmen einen Wert, der mehr als eine Milliarde Euro beträgt. Dafür ist auch die neue Finanzierungsrunde verantwortlich, welche die britische Firma vor Kurzem beendete. Der Betrieb, der im Fintech-Bereich angesiedelt ist, konnte auf diesem Weg frisches Geld für sich erwerben und neue Investoren begeistern.

Die Briten beendeten diese Finanzierungsrunde Ende Oktober und durften sich dabei über jede Menge neues Kapital freuen. 96 Millionen Euro überwiesen die Geldgeber an Monzo. Dabei hat sich mit General Catalyst ein neuer Hauptinvestor herauskristallisiert. Es handelt sich dabei um einen amerikanischen Risikogeldgeber, der sich auf dieses Gebiet spezialisiert hat und die Londoner als interessantes Spekulationsobjekt ansieht. Mit Hubspot, Airbnb und Deliveroo hat der Konzern schon vielen Start-ups geholfen, deren Geschäftsaussichten zuvor unsicher waren.
Aus dem legendären Silicon Valley stammt die Firma „Accel Partners“, die sich nun ebenfalls an Monzo beteiligt und große Erwartungen in diese Investition setzt. Auch Finanziers, die schon in der Vergangenheit ihr Geld hier anlegten, haben sich zu einer weiteren Finanzspritze entschieden. Zu ihnen gehört beispielsweise Joshua Kushner, der den Konzern „VC Thrive Capital“ leitet.


Die große Marktmacht

Monzo ist nun zu einem Platzhirsch aufgestiegen, der über jede Menge Ressourcen verfügt. Damit verbunden ist der Firmenwert gestiegen. Dieser liegt nun bei umgerechnet circa 1,2 Milliarden Dollar. Der aus Deutschland stammende Konkurrent N26 muss sich mit kleineren Zahlen begnügen. Mit 750 Millionen Dollar bewerten die Experten N26. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin greift jedoch seit Oktober den Markt von Monzo an. Die N26-Banking-App können Kunden nun auch nutzen und sind nicht nur auf das Start-up aus der britischen Millionenmetropole angewiesen.


Mehr Informationen über Monzo

Tom Blomfield und sein deutscher Partner Jonas Huckestein haben den Konzern im Jahr 2015 gegründet. Über zwei Crowdfunding-Runden konnten sie ungefähr 3,5 Millionen Pfund einsammeln, welche sie zielgerichtet und effizient einsetzten. Es soll eine weitere Möglichkeit für Beteiligungen geben. Bis zum Ende des Kalenderjahres wollen die Verantwortlichen eine weitere Finanzierungsrunde durchführen, wodurch sie über noch mehr Kapital verfügen und ihre Leistungen sowie Angebote verbessern können. Die Festigung der Infrastruktur und die Bekämpfung von Rivalen fällt daher leichter, weshalb sich das Risiko für Anleger minimiert. Dabei ist das Ziel, dass die vorigen Ergebnisse noch übertroffen werden.


Zusätzlich ist Monzo seit 2017 im Besitz einer britischen Banklizenz. Diese ermöglicht Kunden, ein Konto zu eröffnen und von diesem aus Transaktionen zu tätigen. Außerdem kann mit der Monza-EC-Karte weltweit problemlos gezahlt werden. Glaubt man den Unternehmensangaben, so nutzen schon jetzt ungefähr 1 Millionen Menschen die App, welche in allen bekannten Stores zu erwerben ist. Diese ist innerhalb von Sekunden installiert und lässt sich durch die ausgezeichnete Benutzeroberfläche leicht bedienen und ist daher extrem beliebt.