Nach San Francisco nun Berlin: Uber bringt die E-Bikes jetzt nach Deutschland

Uber will noch bis zum Sommerende die elektrisch betriebenen Räder in die deutsche Hauptstadt bringen. Aktuell gibt es dieses Angebot nur in den USA - besser gesagt in San Francisco. Mit Berlin gäbe es somit den zweiten Ort auf der Welt, an dem die Fahrräder von Uber zur Verfügung stehen würden.

Uber will Deutschland „grünen Anstrich“ verpassen 

Das Start-up „Jump“, das die Leihfahrräder zur Verfügung stellt, wurde bereits Anfang April von Uber übernommen. „Uns ist es wichtig, dass wir die Elektrifizierung unterstützen. Mit Autos kann die Mobilität in den Großstädten nicht gestemmt werden“, so Uber CEO Dara Khosrowshahi. Schon seit geraumer Zeit will Uber der Bundesrepublik einen „grünen Anstrich“ verpassen. Seit April gibt es die Uber-Autos in München; gegen Ende des Jahres sollen die Fahrzeuge auch in Berlin zur Verfügung stehen.
 

Demnächst können sich Kunden auch versichern lassen 

Natürlich stellen die Investitionen auch ein Bekenntnis zu Deutschland dar. Fakt ist, dass Uber durchaus die Meinung vertritt, Deutschland werde auch in naher Zukunft eine zentrale Rolle beim Thema Zukunftsmobilität spielen. „UberGreen“ gibt es aktuell in Lissabon, Paris, Budapest und Zürich. Die Modelle der Fahrzeuge sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich. „Derzeit befinden wir uns in Verhandlungen mit Autoherstellern, sodass wir demnächst die passenden Fahrzeuge anbieten können“, so der Uber-Chef. In Berlin werde - wie auch in München - der Renault Zoe zur Verfügung stehen. Nebenbei gibt es auch Kooperationen mit Versicherern - so wurde etwa eine Kooperation mit Axa angekündigt. Das heißt, in naher Zukunft dürfen sich die Uber-Kunden über das Unternehmen versichern, damit diese im Falle von Krankheiten oder Unfällen abgesichert sind. „Uns ist es wichtig, dass wir denselben Schutz bieten, der in einem festen Angestelltenverhältnis zu finden ist“, so Khosrowshahi.

 

„Noch hat Trump nicht angerufen“ 

Dara Khosrowshahi sprach sich, auch aufgrund der iranischen Wurzeln, gegen die Sanktionen der Amerikaner gegenüber dem Iran aus. „Was zwischen den USA und dem Iran passiert, das ist keinesfalls konstruktiv“, so der Uber-Chef. „Der Iran hat ein nicht zu unterschätzendes Potential.“ Zudem setzte sich der Uber-Chef auch für die Kampagne „Dreamers“ ein, hinter der das DACA-Programm steckt, das Kindern nichtdokumentierter Einwanderer eine Zukunft bieten würde. „Ich glaube nicht, dass Trump auf mich hört“, so Khosrowshahi, „er hat nicht angerufen und ich glaube auch nicht, dass er mich noch anrufen wird.“