Nächstes Börsenbeben im Anmarsch?

Nichts ist so beständig wie der Wandel - Das zeigt sich seit einigen Wochen und mittlerweile ein, anderthalb Monaten an den weltweiten Leitindizes wie Dow Jones, DAX, Nikkei, SSE Composite aus China, KOSPI in Südkorea oder auch am kanadischen Leitindex S&P/TSX Composite Index.

Nichts ist so beständig wie der Wandel - Das zeigt sich seit einigen Wochen und mittlerweile ein, anderthalb Monaten an den weltweiten Leitindizes wie Dow Jones, DAX, Nikkei, SSE Composite aus China, KOSPI in Südkorea oder auch am kanadischen Leitindex S&P/TSX Composite Index. Nach wie vor ist der US-amerikanische Dow Jones das Maß der Dinge, an dem sich andere Weltbörsen orientieren. An dieser Vorgabe liegt das Problem, mit dem die Börsen auch in den kommenden Monaten zu kämpfen haben werden.

Das erste Börsenbeben des Jahres aus Anfang Februar ist mittlerweile mehr oder weniger glimpflich überstanden. Doch alle Unternehmen, die den ursprünglichen Kurszustand nicht wieder erreicht haben, müssen Wertverluste in Millionen- und Milliardenhöhe verkraften. Das kostet Substanz und macht für feindliche Übernahmen anfällig. Diese Situation wiederum sorgt für Unsicherheit bei allen Indizes an den Börsen.

Im Ergebnis ist eine Spirale in Gang gesetzt worden, die sich zu einem nicht oder nur schwer kontrollierbarem Selbstläufer entwickelt hat. Begünstigt wird diese Situation durch die zunehmende Zahl an computergesteuerten Verkäufen. Auch der beste Börsianer hat keinen Einfluss darauf, was der Computer in Sekundenschnelle entscheidet und umsetzt. Hier macht die künstliche Intelligenz dem Menschen arg zu schaffen. In der heutigen globalisierten Wirtschaftswelt gibt es eine große Vielfalt an Ereignissen, auf die alle Börsen und Leitindizes weltweit sofort reagieren. Jede neue, tagesaktuelle Situation ist diesbezüglich eine zusätzliche Belastung.

Zu den "Alltagsproblemen" mit Auswirkungen auf die Börsen gehören international die:

o Angst und Bedenken vor kurz über lang steigenden Zinsen
o geradezu panische Angst vor einem internationalen Handelskrieg
o US-Steuerreform aus Ende vergangenen Jahres
o mittlerweile täglichen 2017er Geschäftsberichte von Konzernen und Unternehmen
o internationalen Turbulenzen wie der Giftanschlag in England
o Unberechenbarkeit in der Person und Amtsführung von US-Präsident Trump

Das Beispiel US-Leitzins macht deutlich, wie sensibel bis hektisch die Börse als solche reagiert. Egal welche Entscheidung zu welcher Richtung hin getroffen oder erwartet wird; die Indizes reagieren mit Kursschwankungen in einem bisher so nicht gewohnten Ausmaß. Jetzt erst, nach gut einem Jahr der Amtsführung von US-Präsident Trump, zeigen sich erste wirklich gravierende Auswirkungen seiner Sprunghaftigkeit und seiner Beratungsresistenz. Das Beunruhigende an dieser Situation ist die Tatsache, dass niemand weiß, was morgen oder übermorgen aus den USA kommt. Zuerst reagiert der Dow Jones, und wenige Stunden später die anderen Weltbörsen. Nicht jede Kursschwankung wird Eins zu eins wieder egalisiert, sodass ein dauerhafter Kursabschwung als Folge des nächsten Börsenbebens unvermeidbar ist.

Das macht der wahrscheinliche Handelskrieg USA-EU deutlich. Kommt es in den nächsten Tagen dazu, dann "wird einerseits Krieg geführt" und andererseits nach neuen Wegen gesucht. Bis die gefunden sind und sich die Situation beruhigt bis eingespielt hat, vergehen Monate. Für diesen Zeitraum kann niemand voraussagen, wie sich die Werte an den Börsen entwickeln. Feststeht jedoch, dass es eher zu einem oder einigen Kursbeben als zu einer Kursberuhigung kommen wird.


DAX schlägt auf MDax, SDax und weitere Indizes durch

Auf die deutsche Industrie bezogen müssen die Aussichten für die kommenden Monate eher zurückhaltend bewertet werden. Die besten Wirtschaftszahlen helfen nicht und kommen nicht zum Tragen, wenn der Leitindex DAX vom internationalen Wirtschaftsgeschehen gedrückt, in dem Sinne runtergezogen wird.


Fazit

Nach einer vorübergehenden Kursberuhigung ist das nächste Börsenbeben geradezu unvermeidbar.