Neuauflage eines Klassikers

Aston Martin kündigte an, 28 Exemplare des Typs DB5 neu zu bauen und mit Sonderausstattungen zu versehen. Allerdings werden die neuen Modelle nicht über Maschinengewehr oder ein kugelsicheres Schutzschild verfügen.

Insgesamt 25 Exemplare sollen an vermögende Interessenten verkauft werden. Ein Exemplar soll bei Aston Martin verbleiben, ein weiteres ist für die Produktionsfirma EON vorgesehen und ein drittes soll für wohltätige Zwecke versteigert werden. Auch der neue Flitzer verfügt neben einem Motor mit 286 PS und Reihensechszylinder über sein einmaliges Coupé-Design. Die Remake-Modelle wurden jedoch technisch verbessert und auf heutigen Stand gebracht. Dennoch soll der Spirit des Jahres 1964 wieder hergezaubert werden. Es entsteht gewissermaßen eine Zeitmaschine, durch die eine Automobillegende wieder auflebt.
Nicht nur für Bond-Fans

Die neuen Exemplare des Aston Martin DB5 werden gemeinsam mit der James-Bond-Produktionsfirma EON Productions gebaut. Auch sie verfügen über verschiedene spezielle Ausstattungsmerkmale, bei denen der heutige Q, Chris Corbould, mitgewirkt hat. Nach Informationen von Aston Martin sollen auch die neuen Modelle mit einem rotierenden Nummernschild versehen werden. Allerdings werden sie keine Straßenzulassung erhalten.

Geplant ist, das erste Remake im Jahr 2020 auszuliefern. Allerdings werden nur sehr vermögende Kunden in der Lage sein, sich den Nachbau des berühmtesten aller Bond-Autos leisten zu können. Dennoch wird der Aston Martin keine Probleme haben, Abnehmer zu finden. Immerhin spielte er in insgesamt sieben Bondfilmen als Dienstwagen des 007 eine Rolle und bot nicht nur Bond-Fans unvergessliche Auftritte.
 

Die Geschichte des wahrscheinlich berühmtesten aller Bond-Autos im Filmklassiker "Goldfinger" begann mit einer Beschwerde von James Bond gegenüber seinem MI6-Tüftler Q. Sean Connery äußerte im dritten Bond-Film gegenüber seinem Chefbastler, dass sein Bentley ihn noch niemals im Stich gelassen habe. Doch nach der schon obligatorischen Einweisung durch Q in den neuen Aston Martin einschließlich zahlreicher bondspezifischer "Extras", konnte der Agent im Dienste seiner Majestät sich schnell mit seinem neuen Auto anfreunden. Allerdings ließen sich nicht nur hübsche Frauen durch so ein Fahrzeug beeindrucken. Gegner konnten mithilfe eines Maschinengewehrs, das hinter den Frontblinkern angeordnet war, einem kugelsicherem, ausfahrbarem Schutzschild und sogar einem Schleudersitz unschädlich gemacht werden. Weitere Utensilien waren ausfahrbare Metallklingen, um gegnerische Reifen aus dem Verkehr zu ziehen und sogar ein Ölabwurf. Selbst ein Navigationssystem in Form einer Peilvorrichtung einschließlich Karte gab es schon im Modell von 1964.

Das Original wurde 2010 für 2,6 Millionen Pfund versteigert. Wer nicht über eine solche Summe verfügte, konnte sich auch ein Lego-Remake für etwa 150 Euro kaufen.
Ein Traum könnte erneut wahr werden