Neue App für Kurzentschlossene - heute buchen, morgen in den Urlaub!

„Let’s Yalla“ (stammt aus dem Arabischen und Hebräischen und bedeutet „Lass uns gehen“, „schnell“ oder auch „Los, auf geht’s“) ist die ideale App für Kurzentschlossene, die auf der Suche nach Restplätzen in Flugzeugen sind. Das Start-up kooperiert derzeit mit zwei Fluggesellschaften - das Angebot soll aber, so die beiden Köpfe hinter der Idee, demnächst ausgebaut werden.

Man könnte jetzt sagen, die besten Ideen werden beim Biertrinken geboren. Denn als Ori Hagai und Katharina Seehuber in München waren und gemeinsam ihr Bier tranken, kam ihnen die Idee zu „Let’s Yalla“. „In Israel gibt es einen Anbieter, der den Kurzentschlossenen Flugreisen anbietet. Es handelt sich dabei um richtig günstige Last Minute-Tickets“, so der Ingenieur als Tel Aviv. „Eine geniale Idee, vor allem auch deshalb, weil es in Deutschland so ein Angebot noch gar nicht gab“, so Katharina Seehuber. Nun haben beide jedoch dafür gesorgt, dass auch Deutsche, sofern sie spontan sind, günstig Urlaub machen können.


Kein neues Modell

Das Start-up „Let’s Yalla“ und die gleichnamige App sind der Inbegriff günstiger Reisen, die kurzfristig gebucht werden können. Tagtäglich werden um 20 Uhr Restplätze für diverse Flüge angeboten, die am nächsten Tag starten. Bislang gibt es sechs Flughäfen, die mit von der Partie sind. Die Bedienung ist einfach: Mit dem Smartphone werden die Flüge unkompliziert und schnell gebucht - dabei kann man selbst entscheiden, ob man mit Gepäck fliegen will oder eine Reiserücktrittsversicherung abschließen möchte. „Wir gehen davon aus, dass wir bis 2019 um die 500.000 Nutzer haben werden“, so die Gründer von „Let’s Yalla“. Dass das Modell, das die beiden Gründer vertreten, nicht neu ist, stört sie nicht - auch nicht, dass viele Fluggesellschaften der Meinung sind, es handle sich um ein unwirtschaftliches Projekt. Noch vor wenigen Jahren konnten Kurzentschlossene noch am Flughafen selbst sogenannte Last Minute-Tickets kaufen und besonders günstig Urlaub machen. Doch die Fluggesellschaften haben bemerkt, dass immer mehr Kunden auf Schnäppchenjagd waren. So kam es, dass die Maschinen, selbst nur wenige Tage vor dem Start, kaum ausgelastet waren. Die Folge? Last Minute-Tickets wurden gestrichen - die günstigen Tickets gab es, wenn überhaupt, nur noch für die Mitarbeiter der Fluggesellschaft.


Feiert Last Minute ein Comeback?

Nach Last Minute hat sich der sogenannte Frühbucherbonus durchgesetzt - wer also früh seine Reise bucht, der kann richtig viel Geld sparen. Doch wer nicht sechs oder acht Monate vor dem Reiseantritt buchen will, weil es mitunter auch aufgrund des Jobs nicht möglich ist, muss damit rechnen, dass er tiefer in die Tasche greifen muss. Denn seit Jahren kann beobachtet werden, dass die Preise für Reisen, vor allem für die Flugtickets, wenige Tage vor dem Abflug in die Höhe schießen. Ein Problem, das „Let’s Yalla“ nun aus der Welt schaffen möchte. Derzeit kooperiert das Start-up mit zwei Fluggesellschaften - weitere Partner sollen demnächst aber folgen. „Ja, es gibt bereits Gespräche“, so Katharina Seehuber.