Neue Gehaltsstudie – Was die Deutschen verdienen

Das Karrierenetzwerk Xing gab eine neue Gehaltsstudie heraus. Das durchschnittliche Gehalt des Deutschen liegt demnach bei 67.631 Euro im Jahr.

Xing-Gehaltsstudie

Das Karrierenetzwerk Xing befragte 12.000 Mitglieder nach ihrem durchschnittlichen Bruttogehalt. Dabei kamen Fach- und Führungskräfte zu Wort. Ausgenommen wurden Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst, Beamte, Gründer, Selbstständige, Freiberufler, Studenten, Menschen im Ruhestand und jene ohne Arbeit. Herausgekommen ist, dass sich das Durchschnittsgehalt des Deutschen bei 67.651 Euro beläuft. Boni, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind in dieser Summe enthalten.

 

Gehaltsgefälle

Dieses Einkommen verteilt sich nicht über die gesamte Bundesrepublik gleichmäßig. Es gibt große Unterschiede zwischen den Gehältern je nach dem Beruf, dem Arbeitgeber, Wohnort und Geschlecht. Unterschiede zwischen Ost und West äußern sich noch immer im Portemonnaie der Deutschen: Im Westen liegt das durchschnittliche Gehalt bei 69.317 Euro, im Osten hingegen nur bei 56.496 Euro. Am höchsten schnitt das Bundesland Hessen ab, am wenigsten verdienen die Menschen in Sachsen-Anhalt.

 

Auch beim Geschlecht keine Gleichheit

Noch immer liegt ein breiter Graben zwischen den Gehältern von Frauen und Männer. In jeder angegeben Berufsbranche verdienen die Frauen weniger. So bekommen Männer in der Unternehmensentwicklung durchschnittlich 111.508 Euro, die Frauen jedoch nur 78.582 Euro. Vergleichsweise gering fällt der Unterschied in der IT- und Softwareentwicklung aus. Hier verdienen die Männer 67.879 Euro und die Frauen 61.227 Euro.

 

Bildung lohnt sich

Menschen mit einem akademischen Bildungsabschluss verdienen auch deutlich mehr als Menschen ohne. Promovierte bekamen durchschnittlich 89.173 Euro, Menschen mit einem Hauptschulabschluss lediglich 52.809 Euro. Beim Realschulabschluss liegt das Einkommen bei 54.203 Euro. Auch Abiturienten liegen nur unwesentlich darüber mit 58.387. Das Studium durchzuziehen und den Master abzuschließen, zahlt sich aus. Der Bachelor-Abgänger verdient 67.863 Euro, der Angestellte mit Master/Diplom/Magister-Abschluss bekommt 79.145 Euro.

 

Welche Arbeit bringt was ein?

Lukrative Branchen sind nach wie vor die Finanzbranche und Banken mit 83.371 Euro, gefolgt von Versicherungen mit 82.554 Euro, und der Beratung mit 75.956 Euro. Weniger Gehalt bekommt man im Tourismus und in der Gastronomie, hier liegt das Gehalt bei 50.319 Euro. Auch das Marketing, PR und Design schneidet mit 51.272 Euro unterdurchschnittlich ab. Generell zahlen große Unternehmen mehr als kleine. Dabei geben 82 Prozent der Deutschen an, mehr in ihrem Beruf zu arbeiten, als sie nach Vertrag eigentlich verpflichtet wären. 20 Prozent machen sogar zehn Überstunden pro Woche. Lediglich 54 Prozent der Befragten geben an, diese Überstunden durch mehr Geld oder Freizeit kompensiert zu bekommen.