Neue Partnerschaft: Siemens und Batteriezellenproduzent für E-Autos

Kürzlich ging Technologieriese Siemens eine neue Partnerschaft mit dem schwedischen Unternehmen Northvolt ein. Ziel der Zusammenarbeit ist die Produktion von Batteriezellen, welche speziell für Elektroautos eingesetzt werden sollen. Die Partnerschaft beschränkt sich dabei nicht nur auf die Herstellung der Batterien. Gemeinsam mit Northvolt baut Siemens die erste große Batteriezellenfabrik in Europa.

Die erste große Batteriezellenfabrik Europas befindet sich aktuell im Bau. Zentrale Investoren sind hierbei der Münchner Elektrokonzern Siemens sowie der schwedische Batteriebauer Northvolt. Beide Unternehmen gaben in München bekannt, gemeinsam an der Entwicklung von Batterien für Elektroautos zu arbeiten und folglich eine Partnerschaft einzugehen. Während Siemens das Projekt durch eine Investition von rund 10 Millionen Euro fördert, liefert Northvolt hingegen die notwendige Automatisierungs- und Digitalisierungstechnik. Die Batteriezellenfabrik, welche den Namen Gigafactory tragen wird, soll ihren Betrieb bereits in zwei Jahren in Schweden aufnehmen. Für die reibungslose Produktion sollen 2500 Mitarbeiter sorgen. Geplant ist es, dass für rund 400.000 Elektroautos pro Jahr Batteriezellen gefertigt werden.

 

Elektroautos auf dem Vormarsch

Dass ausgerechnet Schweden an der Produktion von Batteriezellen für Elektroautos interessiert ist, verwundert Personen mit Hintergrundwissen nicht. Der Strompreis in Schweden beträgt lediglich ein Zehntel im direkten Vergleich zu den deutschen Preisen. Ebenfalls profitiert die Gigafactory von der europäischen Automatisierungs- und Digitalisierungstechnik, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Fabrik gegenüber den marktbeherrschenden asiatischen Zellenherstellern ermöglicht. Somit stellen China und Europa die treibenden Kräfte auf dem Weg zur E-Mobilität dar. Bereits jetzt werden schon jährlich mehr als 20 Millionen Elektroautos gebaut, daher dürfte auch der Bedarf an Unternehmen wie Gigafactory laufend zunehmen. Da vor allem der Import der 600 Kilogramm schweren Batteriezellen aus Asian ineffizient sei, würden ebenso mehr Unternehmen in den Bau der Gigafabriken investieren. Ob Siemens allerdings nur eine Partnerschaft mit Northvolt aufrechterhält oder auch andere Zusammenarbeiten, beispielsweise mit E-Autobauer Tesla eingeht, ist bisher noch nicht bekannt.