Neue Patentanmeldung - will Mastercard Identitäten über Blockchain prüfen?

Der Kreditkartenbetreiber Mastercard hat ein Patent eingereicht, welches die Abwicklung der Identitätsprüfung verbessern soll.

Der klassische Ansatz zur Überprüfung einer Kundenidentität sieht die Abfrage einer Regierungsdatenbank vor. Allerdings kommen häufig auch Kreditkarten, Visitenkarten oder andere Personendaten zum Einsatz. Diese können Nachweise nicht immer die hohen Anforderungen erfüllen und die Daten manipuliert werden. Deshalb sieht der Zahlungsabwickler Mastercard laut dem eingereichten Patent einen hohen Bedarf für eine technische Lösung, die eine nicht manipulierbare Datenspeicherung sowie eindeutige Nachweise für verschiedene Kunden ermöglicht. Zudem geht aus dem Patent hervor, dass das Unternehmen die Lösung für dieses Problem in der Blockchain sieht.


Vorteil durch eine dezentrale Datenbank

Insbesondere die Dezentralisierung der Blockchain soll die Identitätsüberprüfung revolutionieren. Das eingereichte Patent sieht eine dezentrale Datenbank vor, welche lediglich mit einzelnen, autorisierten Knotenpunkten kommuniziert. Ausschließlich diese Knotenpunkte sind zur Änderung der Stammdaten befugt und können zudem Nachweise übermitteln. Die Ersterfassung der Daten erfolgt durch eine autorisierte Kontrollstelle, welche den Richtlinien Mastercards entsprechen muss. Möchte eine Privatperson oder ein Unternehmen die Registrierung für den neuen Dienst vornehmen, so ist dieser manuelle Zwischenschritt nicht umgänglich. Hierbei wird eine digitale Signatur erstellt, welche die entsprechenden Daten verifiziert. Nachdem die Verifikation erfolgt ist, können die Kunden eine Identitätsnummer verwenden, welche eine Eindeutigkeit besitzt.


Mastercard setzt bereits bei Zahlungen auf die Blockchain

Zahlungen können bei Mastercard über ein Blockchain-basiertes System abgewickelt werden. Der Zahlungsdienstleister stellte hierfür im Oktober 2017 einen Dienst vor, welcher zum aktuellen Zeitpunkt lediglich für Zahlungen zwischen Unternehmen genutzt werden kann. Doch auch im Allgemeinen kann Mastercard eine hohe Aktivität nachgesagt werden, denn das Unternehmen hat bis heute bereits mehr als 30 Blockchain-Patente eingereicht. Zudem sucht Mastercard aktiv nach 175 neuen Entwicklern, welche in Dublin für die technologische Entwicklung zuständig sein sollen. Hauptaugenmerk liegt dabei an der Entwicklung von Blockchain-basierten System.