New Yorker Immobilienpreise brechen ein

Korrektur am Big Apple Immobilienmarkt

Aktuelle Marktdaten belegen eine veritable Preiskorrektur bei New Yorker Appartements. In Manhattan ist der Einbruch am stärksten, teilweise werden Tiefststände der letzten zehn Jahre unterschritten. Experten nennen dafür mehrere Gründe:

  • Die Regierung Trump hat die Besteuerung geändert.
  • Die US-Zinsen steigen wieder.
  • Es wurde in den letzten Jahren zu viel gebaut.
  • Der US-Aktienmarkt bewegt sich derzeit sehr turbulent. Aktien- und Immobilienanlagen korrelieren auf unterschiedliche Weise.


Die Verkaufszahlen in Manhattan - dem unangefochtenen New Yorker Zentrum - sind im ersten Quartal 2018 um fast 25 zurückgegangen, wie aus Zahlen der "Financial Times" hervorgeht. Einzelne New Yorker Makler wie Douglas Elliman oder auch Gutachter wie Miller Samuel bestätigen den Trend. So einen Rückgang habe es seit neun Jahren nicht mehr gegeben, heißt es aus informierten Kreisen. Die sinkenden Verkaufszahlen werden zwangsläufig von sinkenden Preisen begleitet. Ein Appartement in Manhattan wurde um durchschnittlich acht Prozent billiger, der durchschnittliche Quadratmeterpreis sank im Schnitt um 18,5 Prozent. Diese Differenz lässt sich mit der Mischung von Standard- und Luxusimmobilien erklären, aus der die Zahlen abgeleitet werden. Der Luxussektor ist besonders stark betroffen, einzelne Appartements kosten 15 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Es handelt sich hierbei um einen Preisbereich zwischen acht bis knapp zehn Millionen Dollar für eine einzige Wohnung. Auch der Neubaubereich schwächelt stark.

 

Zurückhaltende Prognosen für New Yorker Immobilienpreise

Die von der "Financial Times" befragten Experten vermuten, dass sich der aktuell beobachtete Preisverfall fortsetzen wird, weil immer noch Neubauten entstehen. Es dürften einige Jahre vergehen, bis sich ein neues Niveau eingepegelt hat. Die jüngsten Steueränderungen dürften hauptsächlich dafür verantwortlich sein, denn die US-Regierung und Donald Trump hat zwar die Unternehmenssteuern gesenkt, gleichzeitig aber Abschreibungsmöglichkeiten für Immobilien eingeschränkt. Der unruhige Aktienmarkt macht Großinvestoren zusätzlich nervös. Wichtig ist an dem Trend auf dem New Yorker Immobilienmarkt, dass Immobilienverkäufe und -preise zu den fundamentalen Frühindikatoren zählen. Unter Umständen folgen bald die Aktienindizes den Immobilienpreisen auf dem Weg nach unten.

Die Wohnimmobilien in New York wurden in den letzten Jahren immer teurer, der Preisanstieg schien unaufhaltsam. Dann erreichten sie einen Punkt, bei dem sich kaum noch Käufer fanden. Nun ist der Gipfel offenbar überschritten, die Preiskurve zeigt abwärts.