nordIX AG: Kapitalmarktfreundliches Notenbankumfeld bleibt erhalten

Erklärungen und Handlungen der Bank of Japan lassen eine Beibehaltung der ultraexpansiven Geldpolitik erkennen. Berichtssaison der Banken und Versicherungen weiterhin positiv.

Die in den letzten Tagen aufgekommene Spekulation, dass die japanische Notenbank eine Straffung der ultraexpansiven Geldpolitik vorbereiten will, kann nach dem heutigen Notenbanktreffen dementiert werden. Es kam zuletzt gerüchteweise zu der Annahme, dass die Bank of Japan das Renditeziel für zehnjährige japanische Staatsanleihen anders modellierten möchte. Derzeit ist das Ziel der Notenbank, die 10-jährige Rendite nahe 0,00 % zu halten. Eine Änderung dieser Politik wäre entgegen der Erwartungen gewesen und hätte zu einem Anstieg der globalen Anleiherenditen geführt.

Kurz zu den wichtigsten Erkenntnissen, die sich aus dem Notenbanktreffen ergeben:

  • Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen soll weiterhin nahe 0,00 % liegen. Bisher galt ein (nicht offiziell kommunizierter) Spielraum bis hin zu 0,10 %. Dieser Zinskorridor bleibt erhalten und wird um eine untere Grenzmarke erweitert. Die BoJ wird somit leichte Schwankungen, die sich nahe dem Null-Prozent-Ziel bewegen, erlauben.
     
  • Die japanische Notenbank bleibt ihrer ultraexpansiven Geldpolitik treu und wird das Zinsniveau für einen längeren Zeitraum niedrig halten. Der Einlagesatz bleibt bei -0,1 %.
     
  • Die BoJ wird in der Tat flexibler in ihrem Kaufprogramm, aber nicht in dem Sinne, dass sie eine Neuadjustierung ihrer Geldpolitik anstrebt. Das Kaufvolumen bleibt, gleichwohl werden sich die ETF-Käufe nicht nur auf den Nikkei 225 beschränken. Der Topix ist deutlich breiter aufgestellt und mindert somit die kritisierte Verzerrung der Nikkei-Aktien.
     
  • Die Inflationsprognosen wurden erneut nach unten angepasst und bleiben bis 2020 nach wie vor unter der Zielmarke von 2,0 %.

Zusammenfassend sollte aus den Erklärungen und Handlungen der Bank of Japan vor allem eine Beibehaltung der ultraexpansiven Geldpolitik entnommen werden. Das Szenario eines Ausstiegs aus dieser geldpolitischen Ausrichtung hin zu einer restriktiveren Geldpolitik ist nicht gegeben.

Starke Quartalszahlen von Banken und Versicherern

Die in den letzten Tagen veröffentlichten Berichte für das zweite Quartal waren in der Summe sehr solide und zeigen den nachhaltigen Einfluss auf Banken und Versicherer, die im Rahmen regulatorischer Einflüsse deutlich besser aufgestellt sind. Wir verweisen auf Quartalsberichte der BBVA, CNP Assurances und CaixaBank.

Zuvor hatten bereits die spanische systemrelevante Großbank Banco Santander und vielfach erwartet die Deutsche Bank berichtet. Während der Gewinn der größten spanischen Bank bedingt durch die Übernahme der Banco Popular um drei Prozent gesunken ist, überzeugte das Zahlenwerk mit soliden Zahlen. Das Nettozinseinkommen betrug 8,48 Mrd. Euro und der Bruttoertrag bei 12,01 Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote, die mit 10,8 Prozent etwas unter die interne Zielquote von 11,0 Prozent fiel, dürfte zum Ende des Jahres mit dem Verkauf der WiZink ebendiese Größe erreichen.

Die Deutsche Bank sorgte mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für positive Nachrichten, da im Rahmen des Umstrukturierungsprozesses ein deutlich höherer Gewinn erzielt werden konnte. Mit einem Nettogewinn von 400 Mio. Euro übertraf die einzig systemrelevante Bank Deutschlands deutlich die Erwartungen. Die Quartalsergebnisse werden aber wohl nicht zu übermäßiger Euphorie führen, da abzuwarten ist, wie nachhaltig diese Ergebnisse sind.

Grundszenario bleibt bestehen

Der Schritt aus der ultraexpansiven Geldpolitik wird entweder kapitalmarktfreundlich (USA, Eurozone) oder vorerst gar nicht stattfinden (Japan). Die Realverzinsung, also der Zins abzüglich Inflation, bleibt auf historischen Tiefs und wird die Suche nach renditestarken Investments fortsetzen.


Der nordIX Renten plus (A0YAEJ) investiert schwerpunktmäßig in Anleihen aus dem Banken- und Versicherungssektor, worunter auch Nachranganleihen subsummiert werden. Gerade vor dem Hintergrund des Zinsszenarios und der weiterhin guten Unternehmensergebnisse -auch aus regulatorischer Sicht- , bieten Anleihen aus diesem Segment attraktive Kupons und Renditen und somit die nötige Kompensation, die sich aus dem „höheren“ Risiko ergibt.


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