nordIX Renten plus: 1,11 Prozent im Juli

Rückblick Juli 2018

Assets aus dem Banken- und Versicherungssektor konnten sich im Monat Juli deutlich erholen, nachdem sich zum einen die politischen Ängste rund um Italien und zum anderen handelspolitische Sorgen abgeschwächt haben. Während durch den Wahlkampf geprägte Aussagen des italienischen Innenministers kaum noch negativen Einfluss hatten, konnte sich die Renditedifferenz zwischen zehnjährigen italienischen und deutschen Staatsanleihen im Monat Juli deutlicher einengen. Der weiterhin marktbestimmende Faktor bleibt der von den USA ausgehende Handelskonflikt, dessen Bedeutung sich aber nach dem Treffen zwischen Trump und EU-Kommissionspräsident Juncker vorerst abgeschwächt hat.

Obwohl die Schlagkraft der oberflächlich gehaltenen Lösungsversuche durchaus hinterfragt werden kann, sollte alleine schon die Gesprächsbereitschaft registriert werden. Hierbei wird nach wie vor deutlich, dass eine Durchsetzung der eigenen Position das vorrangige Ziel der USA ist, wobei eskalierende Schritte, mit hoher medialer Wirkung, insbesondere gegen China nicht unrealistisch sind.

Die in den letzten Tagen veröffentlichten Unternehmensberichte für das zweite Quartal waren in der Summe sehr solide und zeigen den nachhaltigen Einfluss auf Banken und Versicherer, die im Rahmen regulatorischer Einflüsse deutlich besser aufgestellt sind. Wir verweisen auf Quartalsberichte der spanischen BBVA, der französischen CNP Assurances, der britischen Aviva, der italienischen Intesa Sanpaolo und der spanischen CaixaBank.

Aktivitäten Juli 2018

Im Verlauf des Monats haben wir unsere Position in einer Nachranganleihe der Banco Santander erhöht. Während der Gewinn der größten spanischen Bank bedingt durch die Übernahme der Banco Popular um drei Prozent gesunken ist, überzeugte das Zahlenwerk mit soliden Zahlen. Das Nettozinseinkommen betrug 8,48 Mrd. Euro und der Bruttoertrag bei 12,01 Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote, die mit 10,8 Prozent etwas unter die interne Zielquote von 11,0 Prozent fiel, dürfte zum Ende des Jahres mit dem Verkauf der WiZink wieder das Zielniveau erreichen.

Zusätzlich haben wir eine Nachranganleihe (Tier 2) der Crédit Agricole in den Fonds aufgenommen. Die Anleihe hat seit Jahresbeginn Gesamtmarkt getriebene Kursverluste registriert, sodass wir die Position sehr günstig erwerben konnten. Die äußerst liquide Anleihe hat seit Kauf etwa einen Preispunkt gewonnen und diversifiziert das Portfolio, da wir den Emittenten bislang nicht im Bestand hatten.

Ebenfalls neu aufgenommen, hat der Fonds eine Nachranganleihe der spanischen Bank BBVA. Die Anleihe wurde aus einer Zweckgesellschaft emittiert und wird somit Ende 2021 nicht mehr als MREL-fähiges (verlustabsorbierendes) Kapital anrechenbar sein, sodass eine vorzeitige Kündigung äußerst wahrscheinlich ist.

Ausblick August 2018

Unsere Sicht auf den Kapitalmarkt bleibt unverändert: Der Schritt aus der ultraexpansiven Geldpolitik wird entweder kapitalmarktfreundlich (USA, Eurozone) oder vorerst gar nicht stattfinden (Japan). Die Realverzinsung, also der Zins abzüglich Inflation, bleibt auf historischen Tiefs und wird die Suche nach renditestarken Investments fortsetzen. Darüber hinaus sind unsere Emittenten auch im Rahmen der regulatorischen Anforderungen deutlich besser und transparenter aufgestellt, was durch die zuletzt veröffentlichten Zwischenberichte zum zweiten Quartal untermauert wird.


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