Plant Bosch einen neuen Startup-Fonds für 2019?

Der Technik-Konzern Bosch könnte mit seinem Venture-Capital Arm RBVC im nächsten Jahr bereits den vierten Fonds für die Investition in Start-Ups aufsetzen. Dazu passt, dass die Firma bekanntgegeben hat, dass man im kommenden Jahr ein neues Büro in China eröffnen möchte. Bereits jetzt hat man drei erfolgreiche Fonds laufen, die allesamt ihre Investments über verschiedene Unternehmen aus den Bereichen und Elektronik und Technik verteilen. Die Expansion nach China könnte bedeuten, dass man sich automatisch auch nach neuen Märkten umsehen möchte.

 

Venture-Capital von RBVC - was machen sie, was suchen sie?

Ingo Ramesohl, Chef von RBVC, lässt sich mit den Worten "Anfang nächsten Jahres haben wir Bedarf, mit einem weiteren Fonds aufzustocken“ zitieren. Das bedeutet, dass man wohl neue Möglichkeiten für ein Investment in Start-Ups und junge Unternehmen gefunden hat. Bereits jetzt ist die Firma in den verschiedensten Sparten aktiv und unterstützt Unternehmen aus den Bereichen Technik und Elektronik mit dem dringend benötigten Kapital für ein schnelles Wachstum. Man sucht sich daher Firmen aus, die besonders in Bereichen wie dem Internet der Dinge, Halbleiter, Machine Learning und Blockchain aktiv sind. Nach eigenen Angaben wurde in den Jahren eine Summe von über 400 Millionen Euro in die verschiedensten Unternehmen investiert. Angaben darüber, ob dieser Bereich Gewinne eingebracht hat oder ob es vielversprechende Exits gab, macht das Unternehmen nicht. Man sieht sich hier vermutlich eher als ein langfristiger Investor, der das Know-How der jungen Unternehmen für sich nutzen möchte, anstatt einfach nur einen schnellen Gewinn durch ein entsprechendes Investment zu erzielen.

Die drei erfolgreichen Fonds, die bisher in die Firmen investiert haben, sollen aber nicht das Ende sein. Mit dem Beginn des Jahres 2019 könnte ein neuer Fonds geplant sein, um noch weitere Investitionen in junge Unternehmen zu tätigen. Dazu passt die Meldung, dass eine Expansion der eigenen Tätigkeiten auf den chinesischen Markt geplant ist. Nach Angaben des Konzerns sieht man den chinesischen Markt als ein besonders dynamisches Feld für die eigenen Entwicklungen und Investitionen und hofft hier vor allem in Bereichen wie KI, Blockchain, IoT, automatisiertes Fahren sowie Augmented und Virtual Reality fündig zu werden.

Das wohl bekannteste Unternehmen, in das die Investment-Sparte von Bosch derzeit involviert ist, ist das Berliner Unternehmen IOTA. Dieses hat sich auf die Frage spezialisiert, ob Zahlungen zwischen Geräten aus dem Internet der Dinge möglich sind. Man sieht also, dass Bosch mit seinen strategischen Investitionen besonders im heimischen Markt aktiv ist und Projekte sucht, die weiterhin gut zu den eigenen Geschäftsfeldern passen und sich im Zweifel im Mutterkonzern integrieren lassen. Mit interessanten Projekten aus China sollte es möglich sein, die Produktsparte noch einmal zu erweitern und vielleicht weitere Projekte zu gewinnen, die entweder direkt zu den Produkten von Bosch passen oder wenigstens einen gewinnbringenden Exit ermöglichen.