Porsche startet digitalen Ladeservice für Elektrofahrzeuge

Porsche Charging Service geht online

Porsche startet eine digitale Plattform. Nach der Meinung von Detlev von Platen, dem Vorstand für Vertrieb und Marketing der Porsche AG, ist eine kundenfreundliche Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität genau so wichtig wie gute Fahrzeuge. Deswegen gibt es den „Charging Service“. Diese App stellt in Echtzeit Daten über die Lage und die Preise der Ladestation zur Verfügung. Bislang war die Suche nach Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride vor allem eins: frustrierend. 

Die App soll dabei helfen, schnell neue Ladestationen finden zu können. Der Automobilhersteller bietet die App kostenlos an, ganz im Gegenteil zu anderen Apps, die sich bereits auf dem Markt befinden. Die App verbindet sich mit dem Navigationssystem von Porsche und führt den Fahrer damit zu den ausgewählten Ladestationen. Zurzeit setzt Porsche dafür das Roaming-Netzwerk von Hubject ein. Damit zeigt die App den Usern Ladestationen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Dänemark, in den Niederlanden, Belgien und Finnland. Ab 2018 sollen weitere Länder sukzessive hinzugefügt werden.

 

Service nicht kostenfrei

Die App an sich kostet nichts, der Service jedoch schon. Pro Monat fallen 2,50 Euro an. Der Preis für die Ladung Strom ist dabei nicht inbegriffen. Mit der App sieht der Nutzer beim Ladevorgang den Preis in Echtzeit. Der Nutzer startet den Ladeprozess, indem er den QR-Code zeigt, den er von der App erhält. Oder seine Porsche-ID. Der Preis des Stroms hängt letztlich vom Betreiber ab und kann bei Ladesäulen mit 22 Kilowatt bei acht Euro und bei Ladesäulen mit 50 Kilowatt bei zehn Euro liegen. Diese Zahlen gelten jedenfalls für Deutschland.


Porsche nennt Mission E in Taycan um

Die Einführung der App erfolgt in dem Jahr, bevor das Serienmodell des Elektrofahrzeugs Taycan in den Handel kommt. Zuvor hieß die Modellreihe Mission E. Mission E ist seit 2015 in der Planung. Preislich soll sich das Einsteigermodell des Stromers an dem eines Tesla Model S orientieren. Somit wird der Taycan ab 90.000 Euro kosten. Gleichzeitig sollen mehrere Leistungsstufen und unterschiedliche Karossiere-Varianten geplant sein. 

Das Design des Taycan wird sich am 2015 vorgestelltem Konzept des Mission E orientieren, wird aber an einigen Stellen abweichen. Der Taycan soll innerhalb von vier Sekunden von Null auf 100km/h beschleunigen können und insgesamt eine Reichweite von 500 Kilometern schaffen. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 250 km/h liegen. Mit der 350-Kilowatt-Schnelllade-Technologie soll sich der Akku an der Ladestation nach nur 15 Minuten bis auf 80 Prozent aufgeladen haben. Mit dieser Ladung ließe sich bis zu 400 Kilometer weit fahren.