Positive Entwicklung dank Automobilbranche und steigendem Dollarkurs bei Infineon

Der größte Halbleiterhersteller Deutschlands, Infineon, kann aufgrund der guten Auftragslage und dem steigenden Dollarkurs durchaus positive Signale erzeugen. Für das Gesamtjahr stellt der Konzern steigende Erlöse in Aussicht. Bereits die Zahlen des dritten Quartals deuten eine bessere Entwicklung an.

Im dritten Jahr des Fiskaljahres konnte Infineon den Umsatz um sechs Prozent steigern, sodass sich ein Anstieg auf 1,94 Milliarden ergab. Der Konsens der Analysten sah einen geringeren Anstieg vor. Insbesondere die anhaltend gute Nachfrage der Automobilbranche sowie die Nachfrage aus anderen Industrien sorgte laut den Aussagen des Unternehmens für das gute Wachstum. Zusätzlich verzeichnet der Dollar aktuell auch einen Anstieg, sodass auch hier eine Entspannung in Aussicht ist.

Diese guten Entwicklungen zeigten sich auch beim Ergebnis, denn im operativen Segmentgeschäft erreichte Infineon einen Zuwachs um fünf Prozent. Somit konnte das Unternehmen 356 Millionen Euro erwirtschaften. Negativ entwickelte sich dabei die Marge, die auf 18,3 Prozent zurückfiel. Nach Abzug der Steuern blieben dem Unternehmen rund 271 Millionen Euro über, sodass sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg von sieben Prozent ergibt. Auch die Schätzungen der Analysten konnte der Konzern somit hinter sich lassen.

 

Ergebnismarge soll steigen

Der amtierende Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss erwartet aufgrund des steigenden Dollarkurses einen zusätzlichen Rückenwind. Dieser soll sich insbesondere im vierten Quartal bemerkbar machen. Dieses läuft bei Infineon bis Ende September. Die Schätzungen des Unternehmens sehen einen Anstieg der Erlöse um drei Prozent vor. Zudem soll die Segmentergebnis-Marge auf 19 Prozent ansteigen. Bei einem solchen Anstieg würde das Unternehmen auf Jahressicht eine Marge von 17,5 Prozent erreichen und somit die in Aussicht gestellte Marge übersteigen.

Auch die Analysten zeigten sich deutlich optimistischer. So erwarten die Experten von Goldman Sachs einen Kurs von 30 Euro bis zum Ende des Jahres. Zudem wurde auch die Kaufempfehlung bestätigt. Die Credit Suisse und die Citigroup haben ebenfalls eine Kaufempfehlung bestätigt.