Puma-Aktie mit einem neuen Rekord-Hoch

Im Gesamtjahr 2018 erwartet das Unternehmen einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 10 bis 12 Prozent. Der operative Gewinn soll auf 310 bis 330 Millionen Euro ansteigen.

Der Sportartikelhersteller befindet sich seit dem vergangenen Jahr in einer Aufwärtsbewegung. Auch im neuen Geschäftsjahr kann PUMA gute Zahlen präsentieren, sodass die Prognosen leicht angehoben wurden.

Verbesserte Prognose für das Gesamtjahr

Das erste Quartal war sehr erfolgreich für PUMA, sodass der Adidas-Konkurrent die Prognose für das Gesamtjahr nach den starken Zuwächsen am Donnerstag anheben konnte. Im Rahmen der Präsentation dämpfte die Unternehmensführung die hohen Markterwartungen auch etwas ein, da ein potenzieller Handelskrieg zwischen China und den USA einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben könnte. Durch den gestrigen Anstieg der Aktie erreichte diese ein neues Rekordhoch. Basierend auf den ersten Berechnungen stiegen die Umsätze im Laufe des ersten Quartals um rund zwölf Prozent auf 1,13 Milliarden Euro. Dies teilte das Unternehmen aus Herzogenaurach im Rahmen der Hauptversammlung mit. Werden Währungseffekte aus dem Geschäftsergebnis herausgerechnet, so beläuft sich der Anstieg des Umsatzes auf 21 Prozent. Der operative Gewinn konnte sogar um 60 Prozent gesteigert werden, sodass dieser im ersten Quartal auf 112 Millionen Euro anstieg.

Starker Anstieg bei Umsätzen und Profitabilität

Das Geschäft von PUMA verzeichnete einen starken Anstieg bei der Profitabilität sowie beim Umsatz. Allerdings weist die Geschäftsführung auf neue Risiken hin, welche sich im Geschäftsumfeld entwickelt hätten. Hierzu zählen beispielsweise stark schwankende und nachteilige Wechselkurse sowie politische Spannungen, welche aus der unsicheren Handelsbeziehung zwischen China und den USA resultieren. Aus diesem Grund passt die Unternehmensführung die diesjährigen Geschäftserwartungen nur leicht an.

Im Gesamtjahr 2018 erwartet das Unternehmen einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 10 bis 12 Prozent. Der operative Gewinn soll auf 310 bis 330 Millionen Euro ansteigen. Zuvor gingen aus den Erwartungen des Unternehmens ein Umsatzanstieg von zehn Prozent sowie ein operativer Gewinn von 305 bis 325 Millionen Euro hervor. Laut Aussagen der Unternehmensführung sind auch die Erwartungen beim Nettogewinn deutlich angestiegen.

Markt honoriert die Geschäftsdaten

Der Markt nahm die neuen Geschäftszahlen positiv auf. Die Aktie kletterte bis auf ein Niveau von 424,50 Euro und markierte somit einen neuen Rekordwert. Im Laufe des Tages relativierte sich der Anstieg wieder etwas, sodass ein Plus von rund einem Prozent erreicht und ein Kurs von 414 Euro an den Finanzmärkten gehandelt wurde. Für die meisten Analysten stand bereits im Vorhinein fest, dass ein operatives Ergebnis von 320 Millionen Euro erreicht werden kann. Der schnelle Anstieg kann daher auf ein Verkauf von einigen Anlegern zurückgeführt werden. Für die Analysten der amerikanischen Großbank JPMorgan ist der Ausblick weiterhin konservativ, da die aktuelle Geschäftsentwicklung andere Schlussfolgerungen zulässt.

PUMA litt in den vergangenen Jahren unter einem Umbau, konnte mittlerweile jedoch wieder Marktanteile gewinnen. Das vergangene Jahr war besonders für den Konzern, denn erstmalig konnte eine Umsatzmarke von vier Milliarden Euro erreicht werden. Die größten Konkurrenten Adidas und Nike sind jedoch noch weit entfernt, sodass hier keine größeren Veränderungen zu erwarten sind.

Der drohende Handelskonflikt zwischen China und den USA beeinflusst das Geschäft

Grundlegend sind die Risiken eines Handelskonflikts, der Strafzölle mit sich bringt, kein Risiko, welches lediglich PUMA betreffen würde. Vielmehr würde die gesamte Industrie leiden, da ein Großteil der Produktion in China stattfindet. Turnschuhe aus China müssen aktuell nicht versteuert werden, wenn diese in die USA importiert werden, jedoch könnte Trump eine entsprechende Steuer erlassen. Durch die höheren Abgaben würden die Sportschuhe in den USA teurer werden, sodass eine sinkende Nachfrage eine mögliche Folge wäre. Grundlegend ist dieses Szenario schlecht, doch alle Konkurrenten wären ebenfalls betroffen. Insbesondere für das Wachstum des deutschen SDAX-Unternehmens wäre diese Entwicklung nachteilig, da rund ein Drittel des Wachstums durch die USA getrieben wurde.

Auch die kommenden Wochen werden spannend bei PUMA, denn der Mehrheitsaktionär Kering wird das Gros der Aktien in Form einer Dividende an die aktuellen Investoren verteilen, sodass das Unternehmen nach vielen Jahren erneut auf eigenen Beinen stehen kann.