Punktuelle Schwächephasen bietet die perfekte Einstiegsmöglichkeit bei Reckitt Benckiser

Jedes Jahr im Sommer zeigt sich ein vergleichbares Bild an den globalen Börsen. Insbesondere das aktuelle Börsenjahr bietet viele Überraschungen, die eine Prognose nahezu unmöglich machen. Vor allem die politischen Unsicherheiten wie ein eskalierender Konflikt zwischen den USA, die Türkeikrise und der latente Handelsstreit sorgen für Verunsicherung an Markt. Aus diesem Grund suchen Anleger nach Unternehmen, welche auch in Zeiten dieser Unsicherheiten eine akzeptable Renditeaussicht bieten.

Im Rahmen des aktuellen Sommerlochs ist eine Prognose der Marktentwicklungen für Anleger kaum möglich. Insbesondere der latente Handelsstreit zwischen China und den USA, die Zuspitzung der Türkei-Krise oder der drohende Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgen für zusätzliche Unsicherheiten am Markt. Auch für erfahrene Anleger bietet das aktuelle Marktumfeld zahlreiche Herausforderungen. Aus diesem Grund werden nicht nur klassische Zykliker, sondern auch konjunkturabhängige Unternehmen verkauft. Beim britisch-niederländischen Unternehmen „Reckitt Benckiser“ handelt es sich um ein solches nicht zyklisches Unternehmen.

Bei Reckitt Benckiser handelt es sich um einen globalen Konsumgüterhersteller. Dabei liegt der Fokus auf den Geschäftsfeldern Gesundheit und Hygiene. Im Bereich Hygiene unternimmt Reckitt Benckiser eine Unterteilung in die Bereiche Reinigungsmittel und Waschmittel. Ein Blick auf die Geschäftsbereiche zeigt, dass 62 Prozent des Umsatzes durch die Gesundheitssparte erwirtschaftet werden. Die Sparte basiert auf der Herstellung und Vermarktung von Babynahrung und nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. Im Bereich Hygiene liegt der Fokus auf der Haushaltsreinigung. Diese umfasst Produkte wie Waschmittel, Badreiniger und Spülmaschinentabs. Für einen Großteil der Verbraucher ist der Name des Unternehmens kein Begriff, wobei fast jeder Verbraucher die Produkte kennt.

 

Reckitt Benckiser – bekannte Markten im Portfolio

Reckitt Benckiser besitzt ein diversifiziertes Produktportfolio. Darunter befinden sich bekannte Marken wie Sagrotan, Calgon, Veet, Cilit Bang, Durex, Vanish, Clearasil und Dolo-Dobendan. Diese Produkte finden sich im Alltag wieder. Zudem ist die Nachfrage nicht abhängig von weltpolitischen Ereignissen. Allerdings sorgen die allgemeinen Sorgen dafür, dass der Kurs der Aktie seit Jahresbeginn um zehn Prozent gesunken ist. Ein Blick auf das Frühjahr dieses Jahres offenbart jedoch, dass die Aktie bereits tiefer notierte.

Der starke Kursrutsch lässt sich nicht an einem unternehmensspezifischen Grund festmachen. Vielmehr präsentiert sich das Unternehmen mit starken Fundamentaldaten und in einer durchaus guten Verfassung. Bereits die Kennzahlen des ersten Quartals belegen die guten Daten. Der Umsatz konnte im ersten Halbjahr des Jahres um drei Prozent zulegen. Dieses Wachstum erfolgte organisch, sodass die Firmenzukäufe und Währungseffekte aus dieser Betrachtung entfernt wurden. Mittlerweile beläuft sich der Unternehmensumsatz auf 6,13 Milliarden Pfund. Wird der Umsatz ohne die Bereinigung betrachtet, so beläuft sich das Wachstum auf 30 Prozent. Insbesondere ein Blick auf die operative Marge verdeutlicht, dass Reckitt Benckiser auf dem richtigen Weg ist. Der bereinigte Anstieg der operativen Marge beläuft sich im ersten Halbjahr effektiv auf 6 Prozent. Insgesamt stieg das operative Ergebnis auf 993 Millionen Pfund. Zudem plant das Unternehmen den Verkauf von unprofitablen Geschäftsfeldern. Werden diese Geschäftsfelder herausgerechnet, so beläuft sich der operative Gewinnanstieg auf 12 Prozent.
 

Gewinnanstieg dank neuem Geschäftsfeld

Einen Großteil des Wachstums verdankt das Unternehmen dem Geschäft mit Kinder- und Babynahrung. Dieser Bereich wurde erst im vergangenen Jahr gekauft. Unter der Marke „Enfamil“ vermarktet das Unternehmen Babynahrung in den USA und in Asien. Der Umsatz dieser Sparte legte um insgesamt sieben Prozent auf 1,44 Milliarden Pfund zu. In Zukunft kann das Unternehmen auf weitere Gewinnanstiege hoffen, da die Integration des neuen Geschäftsfeldes bisher noch nicht abgeschlossen wurde. Die bisherigen Synergieeffekte belaufen sich auf 55 Millionen Pfund. Reckitt Benckiser erwartet Synergieeffekte von insgesamt 220 Millionen Pfund. Für den Vorstand erweist sich der Zukauf von „Enfamil“ als wahrer Erfolg, denn neben dem finanziellen Erfolg entspricht die Akquisition der Unternehmensstrategie. Im Rahmen der Strategie richtet das Unternehmen sämtliche Geschäftsfelder auf die Herausforderungen der kommenden Jahre aus.

Einen wichtigen Aspekt nimmt hierbei ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und eine effizientere Produktion ein. Um der ständig wachsenden Weltbevölkerung und der steigenden Nachfrage nach Babynahrung gerecht zu werden, entwickelt Reckitt Benckiser immer neue Rezepturen, um die Produktion nachhaltiger zu gestalten. Doch auch der weltweite Ärztemangel wird im Rahmen der Unternehmensstrategie thematisiert. Hierbei erkennt das Unternehmen einen Trend zur Selbstdiagnose im Krankheitsfall. Dabei hat Reckitt Benckiser einen steigenden Medikamentenbedarf erkannt und möchte mit der langfristigen Unternehmensstrategie von dieser Entwicklung profitieren.

 

Langfristiges Wachstum durch intelligentes Produktportfolio

Das Produktportfolio des Unternehmens weiß durchaus zu gefallen und die Produkte und Marken besitzen im Alltag der Konsumenten eine feste Rolle. Die Unabhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen sorgen dafür, dass Reckitt Benckiser zu einem hervorragenden Basisinvestment eines jeden Depots wird. Die anhaltenden Investitionen einer der wohlhabendsten deutschen Familien, Familie Reimann, belegen die Qualität des Unternehmens und der Produkte. Für Anleger sind punktuelle Schwächephasen die perfekte Einstiegsmöglichkeit. Ein besonderer Vorteil für langfristige Investoren sind die steigenden Dividendenzahlungen. Im Laufe der vergangenen Jahre erhöhte das Unternehmen die Dividendenzahlungen konstant. Für das Jahr 2017 belief sich die Dividende auf 1,64 Pfund je Aktie. Dies ergibt eine Dividendenrendite von 2,3 Prozent. Ein weiteres Bevölkerungswachstum und ein Verfolgen der Wachstumsstrategie kann dazu beitragen, dass Reckitt Benckiser zu den großen Profiteuren gehört.