„Rätselhafte Aktienmärkte“ - Im Gespräch mit Burkhardt Allgeier, Hauck & Aufhäuser

Anfang Februar knickten die Aktienmärkte weltweit ein. Als Auslöser galten Inflationsängste. In den USA nahmen die Löhne im Vorjahresvergleich um knapp 3% zu, was ausreichte, um die Renditen an den Rentenmärkten steigen zu lassen.
Anfang Februar knickten die Aktienmärkte weltweit ein. Als Auslöser galten Inflationsängste. In den USA nahmen die Löhne im Vorjahresvergleich um knapp 3% zu, was ausreichte, um die Renditen an den Rentenmärkten steigen zu lassen. Umgehend folgte am Aktienmarkt eine Neubewertung. Die Kurse sackten weltweit ab, die Volatilität schoss nach oben.

Alle größeren Marktverwerfungen lassen sich oft auf zwei Faktoren zurückführen. Anfänglich kommt es zu Enttäuschungen beim fundamentalen Datenkranz. Die bestehenden Markterwartungen werden enttäuscht, es setzt ein Richtungswechsel an den Kapitalmärkten ein. So war es Ende Januar. Die amerikanische Notenbank bekräftigte ihre Absicht, in diesem Jahr die Leitzinsen weiter zu erhöhen.

Der kurz danach veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für die US-Volkswirtschaft ließ den Inflationsängsten freien Lauf. Man sah plötzlich das Risiko, dass die Fed sogar noch stärker an der Zinsschraube drehen müsse. Das führte zu steigenden Renditen an den Rentenmärkten und löste die erste Verkaufswelle an den Aktienmärkten aus.

Rückblickende Erklärungsversuche
 
Den anfänglichen Kursverlusten folgte wie so oft der klassische zweite Faktor: Der Verkauf durch systematische Handels-und Portfoliostrategien, die zum Beispiel beim Erreichen bestimmter, vorab definierter Verlustschwellen zu „gezwungenen“ Verkäufern werden. Die Kurse fielen weiter. Der eine oder andere „Kapitulations-Trade“ mag hinzugekommen sein, bei dem Investoren entgegen ihrer eigenen Einschätzung vor den – für sie nicht erklärbaren Marktgeschehnissen – kapitulierten und widerwillig zu Verkäufern wurden.
 
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